Torsten Rekindt und Bürgermeister Sebastian Schorn. Foto: Stadt Wülfrath

Wülfrath. Der neue Erste Beigeordnete und Kämmerer der Stadt Wülfrath, Torsten Rekindt, wird voraussichtlich zum 1. Juli seinen Dienst im Rathaus antreten. Die Wahl im Rat der Stadt Wülfrath war erforderlich geworden, weil sein Vorgänger, Sebastian Schorn, im September zum neuen Bürgermeister gewählt wurde.


Zuletzt war Torsten Rekindt als Leiter des Zentralen Bauhofes der Stadt Hilden tätig. Zuvor leitete er über acht Jahre das Bauverwaltungsamt der Gartenstadt Haan, wo neben Liegenschaftsmanagement, Vergabewesen und Berichtswesen insbesondere auch strategische Steuerungsaufgaben zu seinem Verantwortungsbereich gehörten.

Seine berufliche Laufbahn begann bei der Stadt Hilden, wo er seine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungsbetriebswirt absolvierte und anschließend in verschiedenen Bereichen tätig war – unter anderem im Rechnungsprüfungsamt.

In Haan sammelte er anschließend Erfahrung in der Finanzverwaltung und den in den Bereichen betriebswirtschaftlicher Analysen, Kosten- und Leistungsrechnung, Gebührenkalkulation sowie in den vielfältigen Zusammenhängen kommunaler Steuerungs- und Verwaltungsprozesse. Auch in der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) war er maßgeblich beteiligt und ist darüber hinaus geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK).

Bürgermeister Sebastian Schorn freut sich auf die künftige Zusammenarbeit: „Mit Torsten Rekindt gewinnt die Stadtverwaltung eine Persönlichkeit mit langjähriger Expertise in kommunaler Verwaltung, Finanzsteuerung und Organisationsentwicklung. Er bringt umfassende Erfahrungen aus unterschiedlichen Schlüsselbereichen kommunaler Arbeit mit – von Finanzbuchhaltung und Rechnungsprüfung über Controlling und Fördermittelmanagement bis hin zur Führung von Verwaltungseinheiten.“

Mit dem Dienstantritt zum 1. Juli übernimmt Torsten Rekindt als Erster Beigeordneter und Kämmerer neben der Verantwortung für die städtischen Finanzen auch Leitungs- und Steuerungsaufgaben in der Verwaltung sowie die Vertretung des Bürgermeisters.

Privat ist Torsten Rekindt tief im Kreis Mettmann verwurzelt: In Monheim aufgewachsen, beruflich in Hilden gestartet, in Haan weitere prägende Stationen durchlaufen und gemeinsam mit seiner aus Hilden stammenden Ehefrau vor Ort Familie gegründet, verbindet ihn mit dem Kreisgebiet eine langjährige persönliche und berufliche Verbundenheit.

Der verheiratete Familienvater zweier Töchter im Alter von 19 und 21 Jahren beschreibt sich selbst als offenen, kommunikativen und äußerst geselligen Menschen – somit besteht die Verwaltungsspitze zukünftig aus mindestens zwei selbsternannten „echten rheinischen Frohnaturen“.

Aufgewachsen in einer großen Familie, steht auch privat für ihn Gemeinschaft im Mittelpunkt: Früher war Basketball sein sportlicher Ausgleich als Mannschaftssportler, heute entdeckt er gemeinsam mit seiner Frau zunehmend die Leidenschaft für das Wandern.

Mit großer Vorfreude blickt Torsten Rekindt auf seine neue Aufgabe in Wülfrath: „Wülfrath steht – wie viele Kommunen – vor anspruchsvollen Herausforderungen, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier der gemeinsame Wille besteht, Dinge positiv zu gestalten und etwas zu bewegen. Genau dabei möchte ich als Kämmerer unterstützen und dazu beitragen, auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen tragfähige Lösungen möglich zu machen.“

Seinen Führungsstil beschreibt Rekindt als authentisch, kooperativ und kommunikativ. Ihm sei wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Mitarbeitende ihre Stärken bestmöglich entfalten können. Gleichzeitig betont er, dass verantwortungsvolle Führung auch klare Entscheidungen erfordere – ebenso wie die Bereitschaft, Entscheidungen bei Bedarf zu korrigieren und eine konstruktive Fehlerkultur zu leben.

Besonders gereizt habe ihn an der neuen Position auch die Chance, erneut in einer kleineren Verwaltung wirksam gestalten zu können: Bereits in seiner bisherigen Laufbahn habe sich gezeigt, dass ihm solche bürgernahen gestaltungsstarken Strukturen besonders liegen, weil dort Wirkung, Nähe und Zusammenarbeit oft unmittelbarer erlebbar seien.

Die Wahl zum Ersten Beigeordneten sei für ihn nicht nur ein bedeutender beruflicher Schritt, sondern auch eine besondere persönliche Chance.