Ein Rettungswagen (RTW) in der Wagenhalle der Wache Laubacher Straße. Foto: Kreisstadt Mettmann
Ein Rettungswagen (RTW) in der Wagenhalle der Wache Laubacher Straße. Foto: Kreisstadt Mettmann

Mettmann. Nach dem erfolgreichen Startschuss für die gemeinsame Beschaffung von Rettungswagen (RTW) durch die Städte Erkrath und Langenfeld zeichnet sich eine Erweiterung des Kooperationsmodells ab. Auch Mettmann beabsichtigt, sich bei zukünftigen Fahrzeugbeschaffungen an dem Zusammenschluss der Gemeinschaft zu beteiligen.


Obwohl die nächsten Ersatzbeschaffungen für den Rettungsdienst in Mettmann regulär erst ab dem Jahr 2029 anstehen, forciert die Stadtverwaltung bereits jetzt schon den Weg der Kooperation. Ziel ist es, von den Synergieeffekten der Beschaffungsgemeinschaft zu
profitieren. Durch die Bündelung von Bedarfen können nicht nur Preisvorteile und optimierte Lieferzeiten bei den Herstellern erzielt, sondern auch der enorme administrative
Aufwand europaweiter Ausschreibungen für die Kommunen deutlich reduziert werden.

Der Vorschlag der Verwaltung sieht vor, sich an künftigen Sammelausschreibungen zu beteiligen, um wirtschaftliche Vorteile bei größeren Abnahmemengen zu erzielen. Zudem
werden einheitlich ausgestattete Fahrzeuge zur Verbesserung der Arbeitsprozesse in der Notfallversorgung beitragen. Eine detaillierte Vorstellung sowie Entscheidung durch die zuständigen politischen Gremien steht zwar noch aus, doch die Richtung innerhalb des Rathauses ist klar: Durch die Bündelung der Kräfte sollen die steigenden Kosten
für Spezialfahrzeuge abgefedert und die Beschaffungsprozesse optimiert werden. Unterstützt wird dieser Kurs von Sebastian Thews, dem Leiter des Amtes für Brandschutz und Rettungswesen der Stadt. In seiner weiteren Funktion als stellvertretender
Vorsitzender des Arbeitskreises Rettungsdienst des Kreisfeuerwehrverbandes Mettmann sieht er in der interkommunalen Zusammenarbeit den richtigen Weg für die Zukunft.

„Indem wir uns zusammenschließen, steigern wir unsere Marktposition gegenüber den Aufbauherstellern. Das lässt stabilere Lieferzeiten und eine Kostenersparnis für die
Kostenträger erwarten. Ich befürworte diesen Weg und setze mich dafür ein, dass wir im Kreis Mettmann noch enger zusammenrücken“, so Thews.

Hintergrund: Ein Modell mit Vorbildcharakter

Die Kooperation zwischen Erkrath und Langenfeld, die zusammen 13 Fahrzeuge ordern, gilt als Pilotprojekt im Kreis. Dass Mettmann nun seine Teilnahme für die kommende
Beschaffungsrunde avisiert, unterstreicht die Attraktivität des Modells. Rettungsdienstliche Fahrzeuge sind durch den 24-Stunden-Dienst extremen Belastungen ausgesetzt. Eine
vorausschauende, wirtschaftliche Flottenplanung ist daher essenziell, um die hohen Sicherheitsstandards im Kreis Mettmann dauerhaft und bezahlbar zu garantieren.