Händewaschen ist das zentrale Mittel gegen Keime. Foto: pixabay
Händewaschen ist das zentrale Mittel gegen Keime. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. Die Türklinke, der Einkaufswagen oder der Händedruck bei der Begrüßung: Unsere Hände sind täglich im Dauereinsatz und dabei das häufigste Transportmittel für Keime.


„Viele Infektionen beginnen genau hier“, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamtes im Kreis Mettmann, Dr. Ruzica Susenburger-Lange. „Dabei gehören saubere Hände zu den einfachsten und wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Keimen.“ Die gute Nachricht: Mit richtigem Händewaschen lässt sich ein großer Teil davon ganz einfach verhindern. „Regelmäßige und gründliche Händehygiene unterbricht Übertragungswege effektiv“, sagt Dr. Ruzica Susenburger-Lange. Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufene Tag der Händehygiene am 5. Mai erinnert daran, wie wirksam diese einfache Maßnahme ist – im Alltag genauso wie in sensiblen Bereichen.

Händewaschen ist unter anderem nach dem Nachhausekommen, nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und der Essenszubereitung oder nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen wichtig. Auch wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, sollte sich regelmäßig die Hände waschen oder desinfizieren.

So funktioniert richtiges Händewaschen: Hände unter fließendem warmem Wasser anfeuchten; Seife auftragen und für mindestens 20 bis 30 Sekunden über die gesamte Hand verreiben; Handflächen, Handrücken, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingerspitzen nicht vergessen; anschließend sorgfältig abspülen und abtrocknen.

Desinfektionsmittel sind vor allem dort sinnvoll, wo kein Waschbecken verfügbar ist oder ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, etwa im Gesundheitswesen oder bei der Betreuung erkrankter Personen. „Achten Sie bei der Verwendung von Desinfektionsmitteln darauf, ob es sich um Flächen- oder Handdesinfektionsmittel handelt, wie lange die Einwirkzeiten sind und gegen welche Keime das Mittel schützt – also Bakterien, Viren, Pilze“, rät die Gesundheitsamtsleiterin: „Gerade in Zeiten erhöhter Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen zeigt sich, dass Händehygiene nicht nur Sie selbst, sondern auch andere schützt.“