Ratingen. Im Haus Wichern der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann ist am 16. April die neue Palliativpflege-Abteilung feierlich eröffnet worden.
Mit dem neuen Bereich entsteht ein besonderer Ort, an dem schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase umfassend begleitet und in Würde betreut werden. Den Anstoß für die Einrichtung gab die Hospizbewegung Ratingen e.V., die die Idee eines eigenen Palliativbereichs frühzeitig in das Haus hineingetragen hat. Aus diesem ersten Impuls entwickelte sich in enger Zusammenarbeit mit der Einrichtung ein konkretes Projekt. Dank der Unterstützung der Stiftung Johanna und Paul Kellermann, der Hospizbewegung Ratingen e.V. sowie der Spende von Bärbel Behrend konnten die notwendigen finanziellen Mittel für die Umsetzung bereitgestellt werden
Die in einem ruhigeren Bereich des Hauses gelegene neue Station besteht aus drei Einzelzimmern sowie einem Wohnbereich mit Wintergarten und Küchenzeile. Ziel ist es, den Bewohnerinnen einen Ort der Ruhe und Geborgenheit zu bieten und gleichzeitig Gemeinschaft und Teilhabe zu ermöglichen. Der Wohnbereich schafft Raum für Begegnungen, in dem Bewohnerinnen, Mitbewohner und Angehörige zusammenkommen und sich austauschen können.
„Durch gemeinschaftliches Miteinander entsteht Lebensqualität, die besonders in der letzten Lebensphase wichtig ist“, betont Sabine Köhler, Leiterin des Hauses. Selbstverständlich können die Bewohner*innen weiterhin an allen Angeboten und Aktivitäten des Hauses teilnehmen.
Der renovierte Bereich lädt mit seinem hellen Wintergarten zum Verweilen ein: bodentiefe Fenster öffnen den Blick in den Park, eine gemütliche Sitzecke bietet Platz für Gespräche oder ruhige Momente. In der angeschlossenen Küchenzeile können kleine Mahlzeiten zubereitet oder Lieblingsgerichte erwärmt werden, die anschließend gemeinsam am großen Esstisch eingenommen werden können.
Eine besondere Möglichkeit besteht darin, dass Betten auf die angrenzende Terrasse und in den Park geschoben werden können, um auch bettlägerigen Menschen Aufenthalte im Freien zu ermöglichen. Zusätzlich unterstützen neue ehrenamtliche Helferinnen der Hospizbewegung Ratingen die persönliche und psychosoziale Begleitung der Bewohnerinnen und Angehörigen. „Uns war wichtig, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen nicht nur gepflegt, sondern wirklich begleitet werden – mit Zeit, Ruhe und Menschlichkeit“, so Sabine Köhler.


