Alles dicht: Wegen eines einsturzgefährdeten Hauses hat die Stadt Wuppertal das Wiedener Kreuz komplett abgesperrt. Nur Fußgänger können noch passieren. Foto: Kling

Wuppertal/Wülfrath. Am Wiedener Kreuz in Wuppertal besteht seit dem 12. Mai eine Vollsperrung. Betroffen ist die Kreuzung Düsseldorfer Straße / Wiedener Straße / Bahnstraße im Bereich Dornap/Vohwinkel. Ursache ist ein akut einsturzgefährdetes Wohnhaus an der Kreuzung. Die Sperrung hat vor allem für Pendler zwischen Wülfrath und Wuppertal erhebliche Auswirkungen.


Nach Angaben der Stadt Wuppertal und der Feuerwehr wurde im Keller des Gebäudes ein größerer Hohlraum entdeckt. Die Bodenplatte soll teilweise unterspült worden sein, zudem gab eine tragende Wand nach. Das Gebäude sowie ein Nachbarhaus wurden daraufhin evakuiert. Insgesamt mussten 14 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Die Sperrung betrifft eine zentrale Verkehrsachse zwischen Wuppertal, Wülfrath und Mettmann. Die Stadt spricht von erheblichen Verkehrsbehinderungen. Eine offizielle Umleitung kann nicht eingerichtet werden, erläutert die Stadt Wuppertal. Stattdessen wurden großräumige Hinweisschilder aufgestellt. Verkehrsteilnehmer sollen den Bereich weiträumig umfahren.

Nach aktuellem Stand bleibt die Sperrung mindestens bis einschließlich 20. Mai bestehen. Fachleute stufen laut Medienberichten die Lage als „hochgefährlich“ ein. Das Haus könne derzeit nicht abgestützt werden. Es bestehe die Gefahr, dass bei einem Einsturz Trümmerteile auf die Fahrbahn fallen. Weitere Probebohrungen und Sondierungen laufen.

Der Eigentümer des Hauses möchte das Gebäude offenbar erhalten. Laut Radio Wuppertal gibt es Streit über die Ursache der Unterspülung. Der Hausbesitzer vermutet Schäden an Leitungen oder Kanälen. Die Wuppertaler Stadtwerke verweisen dagegen auf ein Gutachten, wonach ihre Leitungen nicht verantwortlich seien.

Von der Sperrung betroffen sind auch mehrere Buslinien. Die Linien 601, 621 und 641 werden umgeleitet oder gekürzt. Zahlreiche Haltestellen entfallen. Auch die Rheinbahn-Linien SB68 und 745 sind beeinträchtigt.

Die wichtigsten derzeit bekannten Straßensperrungen:

  • Wiedener Straße ab Kirchenfelder Weg
  • Bahnstraße ab GEPA-Weg
  • Düsseldorfer Straße ab Ladestraße
  • Gegenrichtung ab Saurenhaus/A535-Anschluss Dornap

Die Stadt veröffentlicht aktuelle Informationen auf der offiziellen Internetseite:
Stadt Wuppertal – Informationen zur Sperrung am Wiedener Kreuz

Die stärksten Auswirkungen der Sperrung am Wiedener Kreuz betreffen derzeit die Buslinien 601 und 641 zwischen Wuppertal und Wülfrath. Auch die Rheinbahn-Linien SB68 und 745 sind betroffen. Die Wuppertaler Stadtwerke haben dazu folgende Umleitungen veröffentlicht:

Die Linie 601 fährt weiterhin zwischen Wülfrath und Wuppertal, allerdings nicht mehr durch den gesperrten Bereich am Wiedener Kreuz. Die Busse werden über andere Straßen umgeleitet. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten teilweise deutlich. Einzelne Fahrten enden bereits an der „Wieden Schleife“ oder am Bahnhof Aprath. Der reguläre Abschnitt durch die Wiedener Straße entfällt.

Besonders betroffen sind folgende Haltestellen:

  • Wuppertal Kirchenfelder Weg
  • Niederradenberg
  • Wieden Schleife
  • Sandfeld
  • Saurenhaus

Diese Haltestellen werden teilweise gar nicht oder nur eingeschränkt bedient.

Die Linie 641 wird zwischen Vohwinkel Bahnhof und Hahnenfurth/Düssel Bahnhof umgeleitet. Dadurch ändern sich Fahrzeiten und Anschlüsse in Richtung Wülfrath und Velbert. Laut Stadt Wülfrath entfallen einzelne Zwischenhalte vollständig.

Bei den Rheinbahn-Linien SB68 und 745 kommt es ebenfalls zu Umleitungen und Verspätungen im Bereich Dornap/Wieden. Die Linien verkehren grundsätzlich weiter, fahren aber Umwege über alternative Strecken.

Die WSW empfiehlt derzeit ausdrücklich, vor jeder Fahrt die aktuelle elektronische Fahrplanauskunft zu prüfen, da sich Umleitungen kurzfristig ändern können.

Aktuelle Verkehrsmeldungen der WSW:
WSW Verkehrsinformationen

Direkte Fahrplanauskunft des VRR:
VRR Fahrplanauskunft

Auch aus Richtung Kirchenfelder Weg/Radenberg gibt es am Wiedener Kreuz kein Durchkommen. Vorerst bis zum 20. Mai. Foto: Kling