Ratingen. Die städtische Eissporthalle am Sandbach gehört zu den beliebtesten Veranstaltungsorten in Ratingen. Mit rund 3.800 Zuschauerplätzen ist sie Heimspielstätte der Ratinger Ice Aliens und zieht bei gut besuchten Eishockeyspielen ein breites Publikum an – darunter auch viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Genau das nimmt die CDU-Fraktion zum Anlass, gemeinsam mit der Verwaltung zu schauen, ob das aktuelle Angebot an Rollstuhlplätzen noch zeitgemäß ist.
Derzeit stehen in der Halle drei Rollstuhlplätze zur Verfügung, die sich ausschließlich im Gästeblock befinden. Bei stärker besuchten Veranstaltungen reicht das nicht immer aus – Rollstuhlfahrer und ihre Begleitpersonen stoßen dann an Grenzen, die vermeidbar wären. “Wer eine Veranstaltung in unserer Eissporthalle besuchen möchte, soll das unabhängig von körperlichen Einschränkungen tun können. Wir wollen wissen, was möglich ist und wie wir das Angebot verbessern können”, sagt Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Die Fraktion hat die Verwaltung daher gebeten zu prüfen, ob die vorhandenen Plätze dem tatsächlichen Bedarf entsprechen und ob – auch im Heimbereich – weitere Plätze eingerichtet werden können, die eine gute Sicht auf das Spielfeld und eine sichere Erreichbarkeit gewährleisten. Ergänzend sollen mögliche bauliche oder organisatorische Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten dargestellt werden.
Für Thomas Angst, sportpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, ist das eine Frage der Selbstverständlichkeit: “Die Eissporthalle ist ein Ort, an dem sich Ratingen als sportbegeisterte und weltoffene Stadt zeigt. Dass wir dabei alle mitnehmen wollen, ist für uns keine Option, sondern eine Haltung.” Robin Langer, Ratsmitglied der CDU-Fraktion, ergänzt: “Rollstuhlfahrer wollen Spiele gemeinsam mit Freunden und Familie erleben. Wenn die Plätze dafür nicht reichen oder ungünstig gelegen sind, sollten wir das ändern – und die Prüfung wird zeigen, wie das konkret aussehen kann.”
Michael Droste, Ratsmitglied der CDU-Fraktion, sieht in dem Antrag auch ein Signal: “Barrierefreiheit ist kein Sonderthema, das man gesondert behandelt. Es gehört bei jedem öffentlichen Gebäude zur Grundausstattung. Die Eissporthalle ist ein schönes Beispiel dafür, wo wir mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand etwas bewegen können.”
Die Verwaltung wurde gebeten, dem Ausschuss für Schule und Sport über das Ergebnis der Prüfung zu berichten. Die CDU-Fraktion ist zuversichtlich, dass sich gemeinsam mit der Verwaltung eine gute Lösung finden lässt.


