Ratingen. Platz zehn bedeutete beim Auftakt der 1. Triathlon-Bundesliga für das Triathlon-Team Ratingen 08 (TTR) das bisher beste Resultat in der Vereinshistorie. Jonas Hauser aus Österreich, Karol Armula aus Polen sowie die „Ratinger Jungs“ Leon Vollstedt und Morten Schmidt schafften in Ubstadt-Weiher (Kraichgau) mit tollen Leistungen im so genannten „Team Relay“-Format dieses Ergebnis. Hintereinander als Staffel absolvierten die vier einen Supersprint-Triathlon.
„Was für ein Tag“, jubelte Teamleiter Georg Mantyk. „Ich bin megastolz auf die Athleten: Die Teamleistung stimmte, alle haben einen guten Wettkampf gemacht und ob unserer Voraussetzungen fühlt sich Rang zehn wie ein kleiner Sieg an.“ Das erste Bundesliga-Wochenende 2026 sei somit sehr erfreulich gewesen und mache große Lust auf die weiteren Events.
Das schnellste Format im professionellen Triathlon ist der Supersprint, der im Kraichgau aus Distanzen von 300 Metern im Haardtsee, 8,4 Kilometern auf dem Rad und 1400 Laufmetern entlang der Seepromenade bestand. In der Reihenfolge Hauser, Vollstedt, Armula und Schmidt war das TTR lange in Kontakt zur Spitze und schaffte letztlich einen starken zehnten Rang. Jeder aus dem Quartett war zwar „nur“ plus/minus 21 Minuten unterwegs, in dieser Zeit aber stetig im „roten Vollgas-Bereich“.
An die erste Stelle hatten die Ratinger Jonas Hauser gesetzt. Mit einem tollen Wettkampf brachte der Österreicher seine Mannschaft auf Rang acht und in die Spitzengruppe. In dieser hielt sich über alle drei Parts auch Leon Vollstedt, bevor der Neu-Ratinger Karol Armula erstmals im rot-weißen Dress des TTR seine sportlichen Künste zeigte. Zwischenzeitluch auf Rang drei liegend, hatte der Pole im abschließenden Lauf etwas Probleme mit dem sehr hohen Tempo des Rennens und verlor etwas an Boden und Zeit. Die anhaltend gute Ausgangsposition vor dem letzten Wechsel konnte Morten Schmidt aber nutzen, um mit starkem Schwimmen und Radfahren sowie einem soliden Lauf das Top-Ergebnis aus Ratinger Sicht ins Ziel zu bringen. Die Taktik-Überlegungen gingen vollends auf, so dass individuell besser besetzte Mannschaften hinter dem TTR landeten.
Top-Saisonstart nimmt etwas Druck von den Athleten
„Ich kann jedem einzelnen unserer Starter nur höchsten Respekt zollen“, so Mantyk. „Karol [Armula] hatte ob der Hitze nach dem Radpart Probleme, aber ansonsten lief alles wie geplant. Ein Sonderlob möchte ich dennoch an Morten Schmidt verteilen. Der ist mittlerweile auf der Langdistanz unterwegs und hat seine Saisonplanung für das TTR angepasst. Er selbst hatte zwar etwas Bedenken, ob er, speziell im Lauf, noch schnell genug sei, aber er hat sich hervorragend geschlagen und unser Top-Resultat gesichert.“
Mit den Punkten aus dem Kraichgau können die Ratinger etwas entspannter in die kommenden Rennen gehen, da die Konkurrenten um den Ligaerhalt hinter den Dumeklemmern ins Ziel kamen. Für die nächste Station – am 19. Juli in Tübingen – setzt der Teamleiter auch auf Rekonvaleszenten wie Jan Ortjohann, der sich im Aufbautraining befindet. „Nach diesem Auftakt freue ich mich auf Tübingen, gehe davon aus, dass Jan [Ortjohann] einsatzfähig ist und wir wieder einen starken Auftritt hinlegen können“, so Mantyk, der indes auch aus den Vorjahren die Erfahrung gewonnen hat, dass es „erstens anders kommt, und zweitens als gedacht“. Aber auch die nicht mehr ganz so „jungen Wilden“, wie Ortjohann, Schmidt und Vollstedt haben an Erfahrung gewonnen. „Wir sind stets optimistisch und Bundesliga-Wettkampf zwei können wir ohne allzu großen Druck angehen.“


