Mettmann. Die Stadthalle, die seit mehreren Jahren nicht mehr für Veranstaltungen genutzt wird, könnte in einen interaktiven Ausstellungsort für Wissenschaft und Technik umgestaltet werden.
Ein privater Investor hat jedenfalls Interesse an dem Gebäude und dem Standort Mettmann bekundet und am Dienstagabend im Ausschuss für Planen, Umwelt und Bauen sein Konzept vorgestellt. Der Investor könnte sich die Erlebnisausstellung „Phänomania“, die er bereits an mehreren Standorten in Deutschland betreibt, sehr gut für Mettmann vorstellen. Das Konzept setzt auf erlebnispädagogische Wissensvermittlung von naturwissenschaftlichen Gesetzen: Besucherinnen und Besucher können naturwissenschaftliche und physikalische Phänomene selbst entdecken und ausprobieren.
Eine Phänomania-Ausstellung war viele Jahre auch in einer Halle auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen beheimatet. Nachdem der Mietvertrag dort aber gekündigt worden war, musste der Standort im vergangenen Jahr geschlossen werden.
Die Mitglieder des Ausschusses reagierten positiv auf die Idee eines großen Experimentier- und Erlebnisfeldes in der Stadthalle. Allerdings machten sowohl der Investor als auch Technischer Beigeordneter Tobias Janseps deutlich, dass sich das Projekt noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet. Eine belastbare Projektplanung liege derzeit noch gar nicht vor. Vor einer möglichen Umsetzung seien insbesondere technische, denkmalrechtliche, brandschutzrechtliche sowie wirtschaftliche Fragestellungen eingehend zu prüfen.
Zunächst werde die Stadt dem Investor vorhandene Bestandsunterlagen zur Verfügung stellen und Besichtigungstermine in der Stadthalle ermöglichen. Erst auf Grundlage zahlreicher Untersuchungen könne beurteilt werden, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Nachnutzung der Stadthalle als Standort für die Erlebnisausstellung technisch, rechtlich und wirtschaftlich realisierbar sei, erläuterte Tobias Janseps.


