Gewinn für beide Seiten: Bürgermeister Schorn und Pfarrer Rehrmann bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Foto: Kling

Wülfrath. Die Stadt Wülfrath hat die Kulturkirche in der Ellenbeek gekauft. Am Mittwoch fand eine symbolische Schlüsselübergabe durch den bisherigen Eigentümer, die evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, statt.


“Schade, dass es die Kulturkirche nicht mehr gibt”, sagte Bürgermeister Sebastian Schorn und erinnerte an “viele schöne Veranstaltungen”. Dass es die Kulturkirche an der Tiegenhöfer Straße in der Ellenbeek nicht mehr gibt, liegt daran, dass die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde sie an die Stadt Wülfrath verkauft hat. Über den Kaufpreis sprechen der Bürgermeister und Pfarrer Thomas Rehrmann nicht.

Der Verkauf ist ein Gewinn für beide Seiten, so sehen es die beteiligten Partner. Die Gemeinde kann die Einnahmen für ihren Haushalt gut gebrauchen, die Stadt hatte Interesse an dem Gebäude, um dort neue Räume für die Grundschule Ellenbeek zu schaffen.

Bürgermeister Schorn verwies darauf, dass die Kommunen vor der Aufgabe stünden, die Angebote im Bereich Offener Ganztag (OGATA) auszubauen. Dafür kann die – jetzt ehemalige – Kulturkirche gut genutzt werden.

Die Bauaufsicht der Stadtverwaltung muss nur noch den Antrag auf Nutzungsänderung genehmigen. Der Antrag dazu kommt vom Schulamt als Bauherrn. “Wir müssen nicht viel machen”, sagt Hochbauamtsleiter Georg Eickhoff, der die gute Substanz und den guten Zustand des Gebäudes lobt. Jetzt geht es an die Feinplanung, Umbauten sind ab 2027 vorgesehen.

In den Räumen im Untergeschoss, die zuletzt von der Tafel genutzt wurden, wird die Küche für die OGATA eingerichtet. Der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss wird zur Mensa und zum Multifunktionsraum.

Eine “Summer Church” an der Kulturkirche wird es nicht mehr geben, aber vielleicht einmal im Bereich des Gemeindehauses Am Pütt, lässt Pfarrer Thomas Rehrmann offen. Ein Trost ist für ihn die Aussicht, dass künftig Kinder die frühere Kirche mit Leben erfüllen werden.