Der Austausch über Wirtschaftsthemen stand im Mittelpunkt. Foto: Ahmann & Schlieker GbR
Der Austausch über Wirtschaftsthemen stand im Mittelpunkt. Foto: Ahmann & Schlieker GbR

Wuppertal. Die gemeinsame Mitgliederversammlung des Bergischen Arbeitgeberverbandes der
Metallindustrie und des Arbeitgeberverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen Bergisch Land stand in diesem Jahr im Zeichen regionaler
Zusammenarbeit und wirtschaftlicher Zukunftsfragen.


Am 28. Mai 2026 diskutierten Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (Wuppertal),
Oberbürgermeister Daniel Flemm (Solingen) und Oberbürgermeister Sven Wolf
(Remscheid) in den Räumlichkeiten der VBU in Wuppertal mit Vertreterinnen und
Vertretern der regionalen Wirtschaft über die Zukunft des Bergischen Städtedreiecks.
Themen waren unter anderem Investitionen, Standortentwicklung, Fachkräftesicherung
sowie die Erwartungen der Unternehmen an Politik und Verwaltung.
Mehr Tempo bei der Entwicklung von Gewerbeflächen, verlässlichere
Verwaltungsprozesse und eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit – diese
Erwartungen formulierten die Unternehmen im Austausch mit den drei
Oberbürgermeistern des Bergischen Städtedreiecks.

Die drei Stadtspitzen machten deutlich, dass viele Zukunftsaufgaben nur gemeinsam
gelöst werden können. Miriam Scherff stellte dabei die Themen Flächen, Fachkräfte
und Forschung in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung eines erfolgreichen
Transfers von Innovationen aus Wissenschaft und Praxis. Sven Wolf hob die Chancen
gemeinsamer Projekte bei Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung hervor.
Daniel Flemm sprach sich für schnellere Verwaltungsverfahren und klare
Ansprechpartner für Unternehmen aus. „Es kann nicht sein, dass Unternehmen keine
Antwort über Monate zu Flächenanfragen oder Baugenehmigungen bekommen. Da
muss mehr Tempo rein“, betonte Flemm.

Der offene Austausch vermittelte vielen Teilnehmenden Zuversicht, die
Herausforderungen der Region gemeinsam angehen zu können.
„Der Austausch hat gezeigt, dass die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auf allen Seiten
vorhanden ist. Entscheidend ist jetzt, dass aus den Gesprächen konkrete Schritte für
den Wirtschaftsstandort folgen“, erklärte Jan Peter Coblenz, Vorsitzender des
Großhandelsverbandes.

„Viele Unternehmen stehen derzeit unter erheblichem Druck. Dabei erleben wir nicht
nur Insolvenzen, sondern auch, dass Betriebe aufgeben oder ihre Aktivitäten verlagern
– Entwicklungen, die oft in keiner Statistik sichtbar werden. Umso wichtiger ist es, dass
die Herausforderungen des Mittelstands stärker wahrgenommen werden und in
politische Entscheidungen einfließen“, ergänzte Vera Bökenbrink, stellvertretende
Vorsitzende des Metallverbandes.
Neben den Diskussionen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region standen bei der
Mitgliederversammlung auch aktuelle verbands- und wirtschaftspolitische Themen auf
der Tagesordnung. So informierten sich die Mitglieder des Großhandelsverbandes
unter anderem über den aktuellen Stand der Tarifrunde. Im Metallverband befassten
sich die Mitglieder mit den weiteren Entwicklungen rund um den Bergischen
Bildungscampus.

Außerdem verabschiedeten die Mitglieder Michael Vitz nach langjährigem
ehrenamtlichem Engagement. Vitz war von 2020 bis 2025 Vorsitzender des
Metallverbandes und prägte in dieser Zeit zahlreiche zentrale Projekte der regionalen
Verbandsarbeit – darunter die Fusion der Metallverbände in Wuppertal und Solingen
sowie den Aufbau des Bergischen Bildungscampus.

Abschließend präsentierten sich regionale Start-ups den Gästen, darunter die
Künstlerin Aylin Bönneken sowie das Unternehmen Fair-Up. Musikalisch begleitet
wurde die Veranstaltung von der Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker.