Velbert. Die Stadt Velbert setzt ein Zeichen für Kinderrechte, Selbstbewusstsein und Prävention: Im aktuellen Schuljahr konnten alle Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen an den Velberter Grundschulen das theaterpädagogische Präventionsprogramm „Die große Nein-Tonne“ erleben.
Das Theaterstück vermittelt altersgerecht und spielerisch, den eigenen Gefühlen zu vertrauen, persönliche Grenzen wahrzunehmen und diese selbstbewusst zu vertreten. Die Kinder lernen, zwischen sinnvollen Regeln und Situationen zu unterscheiden, in denen sie „Nein“ sagen dürfen und sollen. So werden sie frühzeitig für Grenzverletzungen sensibilisiert und in ihrer Persönlichkeit gestärkt. Die städtische Sozialpädagogin Katharina John, die die Angebote des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes koordiniert, erklärt: „Das Theaterstück ist ein wichtiger Baustein unserer Präventionsarbeit. Ziel ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken, sie vor Gefährdungen zu schützen und ihre Handlungskompetenzen zu fördern.“
„Die große Nein-Tonne“ ergänzt das Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir!“ für die dritten und vierten Klassen. Beide Angebote werden von der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück in Zusammenarbeit mit den Velberter Grundschulen umgesetzt.
Im aktuellen Schuljahr fanden 31 Aufführungen an elf Grundschulen statt.
Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung der Magdalene-Gerhard-Stiftung aus Erkrath. Auch die Schulen sowie der Erzieherische Kinder- und Jugendschutz beteiligten sich personell und organisatorisch an dem Projekt. Dadurch konnten alle Kinder der ersten und zweiten Klassen unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien teilnehmen. Tarek Lababidi, Abteilungsleiter Jugendförderung, betont: „Neben theaterpädagogischen Präventionsangeboten gehören auch Projekte zur Medienkompetenzförderung, Suchtprävention und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt zu unseren Aufgaben. Damit unterstützen wir Kinder und Jugendliche dabei, ihren Alltag selbstbewusst, sicher und verantwortungsvoll zu gestalten.“
Mit der flächendeckenden Teilnahme aller Erst- und Zweitklässler setzt die Stadt Velbert ein Signal. Aus dem Rathaus heißt es hierzu: “Prävention beginnt früh – und starke Kinder sind die beste Grundlage für eine gesunde und selbstbestimmte Entwicklung”.


