Ratingen. Der Auftakt in die 2. Triathlon-Bundesliga Nord ist für die Damen des Triathlon-Teams Ratingen 08 erwartbar schwierig verlaufen.
Teamleiterin Joana Wolff war zusammen mit den Bundesliga-Debütantinnen Michelle Alferink, Séraphine Ragot und Paula Richter gen Intzehoe in Schleswig-Holstein gereist. Nach einem Doppelsupersprint-Triathlon über zwei Mal jeweils 400 Meter Schwimmen, 8,7 Kilometer auf dem Rad und 2500 Laufmetern fuhren sie mit Rang 14 (von 14 Mannschaften) im Gepäck wieder gen Ratingen.
„Dieses sehr spezielle Format war für alle Athletinnen eine riesige Herausforderung“, analysierte Wolff im Zielbereich. In 1:06:04 Stunden war sie als 42. der Einzelwertung schnellste Dumeklemmerin. „Da uns dies im Vorfeld natürlich bewusst war, gehen wir dennoch mit einem positiven Gefühl aus der Saisoneröffnung. Unsere Neuen konnten wichtige Erfahrungen sammeln und erstmals Bundesligaluft schnuppern. Das wird uns bei den folgenden Aufgaben zu Gute kommen.“
Michelle Alferink beendete ihren Wettkampftag nach exakt 1:08:00 Stunden (Platz 44), Séraphine Ragot folgte als 49. in 1:10:43 Stunden und Paula Richter steht mit einer Zeit von 1:16:08 Stunden auf Rang 52 in der Ergebnisliste. Bei kühlen Temperaturen, aber ohne den angekündigten Regen, durften die Starterinnen im Neoprenanzug starten. Es folgten zwei Triathlons hintereinander, so dass es nach dem ersten Lauf gleich wieder ins Freiwasser des Itzehoer Louisenbades ging. „Das ist schon eine besondere Rennform, und man hat unseren Athletinnen deutlich angemerkt, wie schwer sie sich damit getan haben“, setzte Wolff ihre Analyse fort. „Nun folgen Formate, die für das TTR definitiv besser geeignet sind“, schaut sie positiv auf die weitere Saison, zumal der Teamgeist und der Zusammenhalt gestimmt hätten.
Bangemachen gilt nicht – große Motivation für die weitere Saison
Ohnehin sind die Bundesliga-Damen für das TTR eine große Bereicherung, auch weil der Kader aus Damen aus Ratingen und Umgebung zusammengesetzt ist. Die Identifikation mit dem Verein führt auch dazu, dass selbst in den hohen Norden der Republik Fans und Familienangehörige den Tross begleiten. „Der Support aus der Heimat freut uns sehr“, so Wolff. „Und durch unseren Instagram-Livestream haben auch viele von zu Hause aus das Rennen verfolgt und uns die Daumen gedrückt.“
Dass die berühmte „Luft nach oben“ bei den Ratingerinnen für die anstehenden Aufgaben natürlich vorhanden ist, ist allen Beteiligten klar. „Trotz des letzten Platzes können wir aber optimistisch auf die nächsten Rennen schauen“, will sich Wolff nicht Bangemachen lassen. „Wir bleiben heiß auf die Bundesliga-Wettbewerbe, wissen um unsere Stärken und werden schon in Weimar alles daransetzen, ein besseres Resultat zu erzielen.“ In der Goethe- und Schiller-Stadt steht am 28. Juni die zweite Station der 2. Triathlon-Bundesliga Nord auf dem Rennkalender.


