Ratingen. In Erinnerung an den blutig niedergeschlagenen Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 wird Bürgermeister Patrick Anders am Mittwoch, 17. Juni, ab 16 Uhr einen Kranz am Berlin-Gedenkstein am Bürgerhaus niederlegen. Gleich im Anschluss leitet der Bürgermeister zu einem Highlight im Programm des Stadtjubiläums. Er wird eine Zeitkapsel in den Boden des Marktplatzes versenken, die Zukunftsgeschichten Ratinger Kinder enthält.
In 50 Jahren, beim nächsten großen Stadtjubiläum, soll die Zeitkapsel geöffnet werden. Dann wird die übernächste Ratinger Generation sehen, was aus den Visionen der heutigen Kinder geworden ist.
Der Blick in die Vergangenheit muss in unseren Tagen auch als Mahnung für die Zukunft dienen. Vor 73 Jahren sind Menschen unter Gefahr für Leib und Leben für Freiheit und Demokratie aufgestanden. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die Verantwortung für kommende Generationen ist untrennbar miteinander verbunden.
Grundschulkinder der Johann-Peter-Melchior-Schule, der Suitbertusschule und der Erich-Kästner-Schule haben ihre Gedanken, Wünsche und Visionen für die Zukunft ihrer Stadt zu Papier gebracht. In persönlichen Briefen erzählen die Schüler der vierten Klassen, wie sie sich das Ratingen der nächsten Generation vorstellen – welche Träume sie haben, was ihnen wichtig ist und wie ihre Stadt in fünf Jahrzehnten aussehen könnte. Einige Schüler werden ihren Brief bei der Veranstaltung vorlesen.
Die Briefe aller Klassen werden – gemeinsam mit der letzten Rats-Niederschrift und aktuellen Tageszeitungen – in einer Zeitkapsel versiegelt und in den Boden auf dem Marktplatz in der Nähe des Brunnens versenkt. Anschließend wird das Loch mit einer Bronzeplatte verschlossen und erst 2076 wieder geöffnet.


