Ratingen. Vom 22. bis 28. Juni zeigt der Sozialdienst katholischer Frauen Ratingen (SkF) die Wanderausstellung „What were you wearing?“ im Glaspavillon der Kirchengemeinde St. Peter und Paul auf dem Kirchplatz/Marktplatz in Ratingen.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit den gesellschaftlichen Wahrnehmungen sexualisierter Gewalt auseinanderzusetzen. Sie
ist während des gesamten Zeitraums jederzeit von außen einsehbar und während des Rahmenprogramms zugänglich. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine Frage, die Betroffenen sexualisierter Gewalt häufig
gestellt wird: „Was hattest du an?“ Die Installation präsentiert alltägliche Kleidungsstücke, die von Betroffenen zum Zeitpunkt eines Übergriffs getragen wurden. Damit macht sie sichtbar, dass sexuelle Gewalt unabhängig von Kleidung, Aussehen oder Verhalten geschieht.
Sie setzt damit ein Zeichen gegen Victim Blaming und gegen die weit verbreitete Vorstellung, Betroffene könnten durch ihre Kleidung eine Mitschuld an den Taten tragen.
„Sexualisierte Gewalt ist keine Privatsache. Sie betrifft unsere gesamte Gesellschaft und verlangt nach Aufklärung, Haltung und Unterstützung für Betroffene“, betont Melanie Reinschmidt, Geschäftsführerin des SkF e.V. Ratingen. Mit der Ausstellung möchte der Verein dazu beitragen, Vorurteile und sogenannte Vergewaltigungsmythen aufzubrechen,
die Verantwortung eindeutig bei den Tätern zu verorten und das Bewusstsein für die Lebensrealität Betroffener zu stärken.
Eröffnet wird die Ausstellung am 22. Juni. Im Rahmen des Begleitprogramms lädt der SkF Ratingen am 23. Juni um 19 Uhr zu einem Abendsalon unter dem Titel „Zwischen Fakten und Vorurteilen – Über Geschlechterbilder und Vergewaltigungsmythen im Gespräch“.
Dabei kommen Besucher über gesellschaftliche Rollenbilder, verbreitete Fehlannahmen und deren Auswirkungen auf Betroffene ins Gespräch. Darüber hinaus stehen Mitarbeitende des Fachdienstes LoGe – Leben ohne Gewalt am 24. Juni von 10 bis 12 Uhr sowie am 26. Juni von 11 bis 13 Uhr für fachliche Begleitung, Informationen und Gespräche zur Verfügung.


