Düsseldorf. Die Ergéa-Gruppe, ein Betreiber medizinischer Einrichtungen im Bereich onkologischer und strahlentherapeutischer Versorgung, und das Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf-Kaiserswerth planen den Neubau einer Strahlentherapie-Praxis auf dem Campus der Kaiserswerther Diakonie.
Die Planungsphase für das Projekt ist abgeschlossen und die Baugenehmigung wurde bereits erteilt. Der Spatenstich wird in Kürze erfolgen, während die Inbetriebnahme und Eröffnung der Praxis für Oktober 2026 geplant ist. Zunächst wird sich die Praxis auf Beratungsleistungen fokussieren, im Frühjahr 2027 folgen dann strahlentherapeutische Behandlungen.
Mit dem Vorhaben soll die regionale medizinische Versorgung insbesondere für onkologische Patienten und Patientinnen nachhaltig gestärkt und weiter ausgebaut werden. Die neue Strahlentherapie-Praxis wird modernste medizinisch-technische Ausstattung bieten und das bestehende Leistungsspektrum des Krankenhauses sinnvoll ergänzen. Die neue Praxis mit einer Fläche von rund 500 m² wird über einen hochmodernen Linearbeschleuniger der neuesten Generation verfügen. Durch integrierte Bildgebung, Atemgating und Echtzeit-Tracking ermöglicht er eine schnelle, exakte Dosisabgabe (SRS/SBRT), schont gesundes Gewebe und reduziert Nebenwirkungen bei Behandlungen von Tumoren.
Neben der medizinischen Qualität wird bei der Planung besonderer Wert auf die architektonische Gestaltung und insbesondere auf die Nachhaltigkeit gelegt. So wird das Bauwerk mit Ausnahme der Strahlenschutzkonstruktion vollständig als Holzbau errichtet. „Wo irgend möglich, haben wir das Bauwerk weitgehend CO2-neutral geplant“, so Architekt Thomas Sonnentag.
„Wir fokussieren uns bei diesem Projekt voll und ganz auf unsere Patientinnen und Patienten“, ergänzt Björn Décard, CEO von Ergéa Deutschland. „Durch die strategische Allianz mit dem Florence-Nightingale-Krankenhaus schaffen wir kürzere Wege durch eine erstklassige Infrastruktur sowie modernste medizinische Ausstattung für eine konsequent menschenzentrierte Versorgung.“
„Mit dem Neubau in Düsseldorf investieren wir gezielt in die Zukunft der ambulanten onkologischen und schmerztherapeutischen Versorgung in Deutschland. Eine schwere Erkrankung, ob eine Krebsdiagnose oder chronische Gelenkschmerzen, erfordert schnelles, verlässliches Handeln. Neben der hochpräzisen Strahlentherapie werden wir vor Ort daher auch die Low-Dose-Strahlentherapie als schonende Schmerztherapie anbieten“, erklärt Sandra Röddiger, Aufsichträtin von Ergéa und Mitgründerin von Ergéa Deutschland. „Unser Anspruch ist es, modernste Technologie mit hoher medizinischer Expertise zu verbinden und so innovative, präzise und zeitgleich patientenschonende Therapiekonzepte anzubieten. Die enge Zusammenarbeit mit dem Florence-Nightingale-Krankenhaus ermöglicht uns dabei eine nahtlose Integration in bestehende Versorgungsstrukturen und schafft echte Mehrwerte für Patientinnen und Patienten.“
Auch das Florence-Nightingale-Krankenhaus sieht in dem Projekt einen wichtigen Entwicklungsschritt für den Standort: „Die geplante Strahlentherapie-Praxis ist ein bedeutender Baustein für den Ausbau der Gesundheitsversorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. med. Holger Stiller, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Geschäftsführer des Florence-Nightingale-Krankenhauses. „Sie stärkt die onkologische Versorgung in der Region und ermöglicht unseren Patientinnen und Patienten eine eng vernetzte, interdisziplinäre Behandlung auf kurzen Wegen.“


