Erkrath. Die SPD-Ratsfraktion Erkrath begrüßt den Umbau des Bahnhofs Erkrath zu einem barrierearmen Kombibahnsteig. Der sanierte Bahnsteig hat jetzt unterschiedliche Höhen: an beiden Enden 96 Zentimeter, im mittleren Bereich 76 Zentimeter. So können Fahrgäste je nach Fahrzeugtyp barrierefrei und niveaugleich ein- und aussteigen.
Mit dem Umbau ist der Bahnsteig künftig auch für weitere Zugtypen geeignet. So wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Linie S11 in den 2030er Jahren von Köln und Neuss in Richtung Wuppertal geführt werden kann. Für Erkrath würde das einen dichteren S-Bahn-Takt bedeuten. Die Züge der S11 (S-Bahn Köln) werden noch über Jahrzehnte eine Einstiegshöhe von 96 Zentimetern haben, die Fahrzeuge der S8 dagegen 76 Zentimeter.
Jan Pfeifer, mobilitätspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, bewertet die Ausführung positiv: „Entgegen mancher Befürchtungen gibt es keine problematischen ‚Wellen‘ im Bahnsteig. Der Höhenunterschied von 20 Zentimetern wird über eine ausreichende Länge sanft ausgeglichen.“
Detlef Ehlert, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion im Stadtrat und Mitglied im VRR-Verwaltungsrat, erklärt: „Der Umbau des Bahnsteigs ist ein wichtiger Fortschritt für mehr Barrierefreiheit am Bahnhof Erkrath. Gleichzeitig erwarten wir, dass auch die weiteren angekündigten Maßnahmen umgesetzt werden – vor allem eine optische Aufwertung der Personenunterführung sowie bessere Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten.“
Trotz des Fortschritts weiß die Erkrather SPD, dass die Belastung für viele Pendlerinnen und Pendler zunächst hoch bleibt. „Die kommenden Monate werden für S-Bahn-Fahrgäste weiterhin schwierig“, so die SPD-Vertreter. Derzeit ist das sogenannte Ferngleis wegen umfangreicher Arbeiten an neuen Lärmschutzwänden im Stadtgebiet gesperrt. „Weil die Regionalexpress-Züge deshalb dieselben Gleise nutzen müssen wie die S-Bahn, steigt die Anfälligkeit für Verspätungen“, weiß Pfeifer. Zudem hat die Deutsche Bahn ab Mitte Juli zwei weitere Sperrpausen mit Schienenersatzverkehr angekündigt.


