Der Rettungsdienst war in Essen besonders stark gefordert. Foto: Feuerwehr Essen/Symbolbild
Der Rettungsdienst war in Essen besonders stark gefordert. Foto: Feuerwehr Essen/Symbolbild

Essen. Die Hitze der vergangenen Tage hat zu einer außergewöhnlichen Belastung des Rettungsdienstes in Essen geführt. Dort appelliert man an Bürgerinnen und Bürger, man solle bei derartigen Temperaturen entsprechend handeln. 


Eine Auswertung der Feuerwehr Essen zeigt, dass die Zahl der Notrufe und Rettungsdiensteinsätze infolge der hohen Temperaturen deutlich angestiegen ist. “An einem durchschnittlichen Tag werden im Rettungsdienst der Stadt Essen rund 230 bis 240 Einsätze abgearbeitet”, so die Essener Feuerwehr. Im jeweiligen Betrachtungszeitraum von 7 Uhr bis 7 Uhr des Folgetages sei die Zahl der Einsätze in den vergangenen Tagen jedoch deutlich angestiegen.

In Zahlen: Am Donnerstag wurden rund 300 Einsätze, am Freitag bereits 350 Einsätze und am Samstag schließlich 440 Einsätze registriert. “Damit hat sich das Einsatzaufkommen innerhalb weniger Tage nahezu verdoppelt”, so Essens Retter.

Die Auswirkungen der Hitzewelle machen sich entlang der gesamten Rettungskette bemerkbar – von der steigenden Zahl der Notrufe in der Leitstelle über die Einsätze des Rettungsdienstes bis hin zu den Notaufnahmen der Essener Krankenhäuser. Das Gesundheitsamt der Stadt Essen steht hierzu in engem Austausch mit den Essener Kliniken.

Aufgrund des erhöhten Patientenaufkommens kam es in den Notaufnahmen zu längeren Wartezeiten. Die medizinische Versorgung sei jedoch weiterhin sichergestellt gewesen.

Um auf die außergewöhnliche Belastung zu reagieren, hat die Stadt Essen gemeinsam mit der Feuerwehr Essen die rettungsdienstliche Vorhaltung erneut deutlich erhöht. Bereits am Vortag wurden gemeinsam mit den Essener Hilfsorganisationen zusätzliche Einsatzkräfte aktiviert und weitere Rettungsmittel in Dienst genommen. Darüber hinaus wurden zusätzliche Leitstellenarbeitsplätze besetzt, um die gestiegene Anzahl an Notrufen schnell annehmen und disponieren zu können.

Die Stadt Essen appelliert eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst zu nehmen. “Vermeiden Sie insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden körperliche Anstrengungen, suchen Sie möglichst schattige oder kühle Aufenthaltsorte auf und trinken Sie ausreichend Wasser. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Schwangere sowie Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen und sollten besonders geschützt werden”, hieß es.