
Mettmann. Mit dem Krönungsball ist am Dienstagabend das Schützenfest der St. Sebastianus Schützenbruderschaft feierlich zu Ende gegangen. Im festlich geschmückten Festzelt wurde Cornelia „Conni“ Lanzmich zum Kaiser gekrönt. Im Schützenwesen gibt es die Bezeichnung Kaiserin nicht.
Lanzmich hatte bereits 2016 Geschichte geschrieben, als sie erste Schützenkönigin der Bruderschaft wurde. Als Schützenchefin (1. Brudermeisterin) hatte sie sich zuvor
federführend dafür eingesetzt, dass auch Frauen am Königsschießen teilnehmen dürfen.
Auch der Schützennachwuchs wurde ausgezeichnet: Markus Ludes wurde zum Jungschützenprinzen, Sam Goldberg zum Schülerprinzen ernannt. Vor dem Krönungsball fand traditionell der Stadtempfang der Schützen statt. Weil der Ratssaal in diesem Jahr nicht zur Verfügung stand, fand die Veranstaltung in der festlich geschmückten Aula des Konrad-Heresbach-Gymnasiums statt. Dort begrüßte der Bürgermeister die alten und neuen Majestäten.
In seiner Ansprache dankte Bär der Bruderschaft für die Aufnahme während der Festtage. „Ich habe mich bei Ihnen sehr wohl gefühlt und viel über das Schützenwesen erfahren“, betonte der Bürgermeister. Er lobte das besondere Engagement und die soziale Verantwortung der Schützen für die Stadtgesellschaft. Den scheidenden und den neuen
Majestäten sprach er seinen Dank für ihren Einsatz aus. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters beim Krönungsball galt Volker Stein, der in diesem Jahr zum 20. Mal als
Kirmesbürgermeister für die bunte Festmeile verantwortlich war. „Was Sie hier jedes Jahr auf die Beine stellen, kann sich wirklich sehen lassen. Die Kirmes ist eine richtige Mettmanner Attraktion geworden, die viele Besucherinnen und Besucher auch aus den Nachbarstädten anlockt“, lobte Bär.
Schützenchef Daniel Gebauer würdigte seinerseits die Unterstützung der Stadt bei der Planung und Durchführung der Innenstadtkirmes. „Es ist großartig zu sehen, dass Stadt
und Schützen so gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, sagte er. Als einzigen Kritikpunkt am insgesamt „erfolgreichen und heißen Schützenfest“ nannte Gebauer die
zunehmende Problematik durch E-Roller. Diese seien teilweise zu schnell und rücksichtslos zwischen Buden und Fahrgeschäften unterwegs gewesen. Gebauer: „Zum Glück
ist nichts passiert.“ Für die Zukunft müsse das unterbunden werden.

