Die Brücke schwebt über dem Stadtgraben. Foto: Stadt Ratingen
Die Brücke schwebt über dem Stadtgraben. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Das war Millimeterarbeit: Am Mittwochmorgen, 22. Juli, wurde die fertige „Jubiläumsbrücke“ am Dicken Turm über den Stadtgraben gelegt.


Ein riesiger Kran hob den zwölf Tonnen schweren Stahlkoloss von der Turmstraße aus über die Baumwipfel und legte die neue Fußgängerbrücke passgenau in die Lücke. Bis zur geplanten Eröffnung am 4. September folgen in den kommenden Wochen die abschließenden Anschlussarbeiten.

Mit der neuen Fußgängerbrücke neben dem Dicken Turm wird die aktuell fehlende Wegebeziehung zwischen Turmstraße und Angerstraße wiederhergestellt. Zum 750-jährigen Stadtjubiläum der Stadt Ratingen ersetzt die „Jubiläumsbrücke“ eine morsche Holz-Vorgängerin von 1979, die hatte abgerissen werden müssen.

Die Brücke ist Teil der Wehranlage mit Stadtmauer und vorgelagertem Stadtgraben, der Bereich fungiert als „grüner Saum“ zwischen Altstadt und nördlicher Innenstadt. An dieser historischen Stelle im Herzen der Altstadt sollte es zum Stadtjubiläum etwas Besonderes sein. Also wurde ein internationaler Wettbewerb ausgelobt. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Martin Trautz vom Lehrstuhl für Tragkonstruktion der RWTH Aachen entschied sich dabei für den Entwurf des renommierten belgischen Ingenieurbüros Ney & Partners: eine Stahlkonstruktion mit Patina-Anmutung und durchlöcherten Brüstungen, das hier einen besonderen stadtgestalterischen Akzent setzen wird.

Mit der Eröffnung am 4. September erhält Ratingen nicht nur eine wichtige Wegeverbindung zurück, sondern auch ein markantes Bauwerk, das als sichtbares Zeichen des 750-jährigen Stadtjubiläums Historie und moderne Architektur miteinander verbindet.