Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann
Ein Blick auf Bahngleise. Foto: Volkmann

Ratingen. Schon wieder müssen sich Pendler auf der S6 auf Zugausfälle und Schienenersatzverkehr einstellen: Vom 7. bis 21. August wird die Strecke zwischen Düsseldorf und Essen für Arbeiten der Deutschen Bahn abschnittsweise vollständig gesperrt. Die CDU-Fraktion möchte nun zumindest erreichen, dass die erneute Sperrpause auch für Ratingen sinnvoll genutzt wird. Mit einer eiligen Anfrage bittet sie die Verwaltung zu prüfen, ob ohnehin anstehende Arbeiten am Ostbahnhof und an der Unterführung Düsseldorfer Straße in diesem Zeitraum durchgeführt oder vorbereitet werden können.


Nach der langen Sperrung infolge des Hangrutsches bei Hösel und den weiterhin wiederkehrenden Störungen auf der Strecke bedeutet die angekündigte Sperrung für viele Ratinger Pendler eine weitere Belastung. Grund für die erneuten Einschränkungen sind diesmal Arbeiten der DB InfraGO für das neue elektronische Stellwerk „Solingen“. Gleichzeitig nutzt die Bahn die notwendige Sperrpause selbst, um weitere Arbeiten an der Strecke zu bündeln.

 

„Dass die S6 schon wieder über einen längeren Zeitraum ausfällt, ist für die vielen Pendler, die in den vergangenen Jahren wirklich einiges mitgemacht haben, natürlich alles andere als erfreulich. Wenn die Strecke aber ohnehin gesperrt wird und die Bahn selbst verschiedene Arbeiten in diesem Zeitraum bündelt, sollten wir zumindest prüfen, ob wir dieses Zeitfenster auch für längst anstehende Maßnahmen in Ratingen nutzen können“, erklärt Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Konkret nimmt die CDU dabei zunächst den Ostbahnhof in den Blick. Dort stehen Arbeiten im Zusammenhang mit den neuen Aufzügen und der geplanten Videoüberwachungsanlage für die immer wieder von Vandalismus betroffene Fußgängerunterführung an. Arbeiten, die während des regulären Bahnbetriebs nur eingeschränkt oder mit erhöhtem Abstimmungsaufwand möglich sind, könnten während der Sperrung möglicherweise einfacher durchgeführt oder vorbereitet werden.

Noch konkreter zeigt sich die Situation an der S6-Unterführung an der Düsseldorfer Straße. Seit längerer Zeit beeinträchtigen dort massive Farbschmierereien das Erscheinungsbild dieses wichtigen Stadteingangs zur Ratinger Innenstadt. Während die Reinigung entlang der Gleise der U72 bereits abgeschlossen werden konnte, steht die Beseitigung der Schmierereien im Bereich der S6 weiterhin aus. Als Gründe wurden bislang unter anderem die dortige Oberleitung sowie die dafür notwendigen Abstimmungen und Abschaltungen genannt.

„Die Schmierereien an der Düsseldorfer Straße sind seit langem ein Ärgernis und die Reinigung ist längst politisch beschlossen. Bisher war gerade die Oberleitung der Bahn ein Hindernis bei der Umsetzung. Wenn dieses Problem während der Sperrung ohnehin entfällt, wäre es nur schwer vermittelbar, diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen“, erläutert Gerold Fahr, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Sprecher für die Innenstadt. „Gerade im Jubiläumsjahr sollten wir diesen wichtigen Stadteingang endlich wieder in einen vernünftigen Zustand bringen.“

Für die Seite der Unterführung entlang der Rheinbahn-Gleise hatte der zuständige Bezirksdienst der Rheinbahn auf eine Anfrage der CDU-Fraktion bereits mitgeteilt, dass eine Bearbeitung nach Abstimmung mit der Rheinbahn während der regulären nächtlichen Betriebspausen möglich sei. Die CDU regt außerdem an, bei der Reinigung direkt eine geeignete Graffitischutzbeschichtung aufzubringen, um erneuten Schmierereien vorzubeugen.

„Bis zum 21. August bleibt natürlich nur wenig Zeit. Wir erwarten deshalb auch keine Wunder, aber eine kurzfristige Prüfung dessen, was möglich ist. Die Maßnahmen stehen ohnehin an und eine solche Sperrpause kann die Umsetzung erheblich vereinfachen. Diese Chance sollten wir für Ratingen nutzen“, so der Christdemokrat Fahr abschließend.