Diese Kornnatter hat die Polizei aus einem Mülleimer gerettet. Foto: Polizei
Diese Kornnatter hat die Polizei aus einem Mülleimer gerettet. Foto: Polizei

Bochum. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat die Bundespolizei gegen eine 37-Jährige eingeleitet, nachdem die Frau am 3. August am Bochumer Hauptbahnhof einen ungewöhnlichen Fund gemacht hatten.


Die Frau habe versucht, ihre Schlange in einem Mülleimer im Zug zu entsorgen, teilt die Bundespolizeidirektion Sankt-Augustin mit. Zu dem Vorfall kam es demnach gegen 1:20 Uhr. Der Zugbegleiter des RE6 informierte die Bundespolizei über das Reptil im Zug.

„Eine Streife des Bundespolizeireviers Bochum begab sich daraufhin umgehend zu Gleis 3 des Hauptbahnhofs. Vor Ort gab der Bahnmitarbeiter an, dass er zuvor eine Frau dabei beobachtet habe, wie diese versuchte, eine Schlange wieder einzufangen und anschließend in einem Abfalleimer des Zuges zu verstauen. Bei der Überprüfung des Mülleimers einer Vierersitzgruppe wurden die Beamten fündig“, hieß es seitens der Behörde.

In einem mittels Knoten verschlossenen Plastikmüllbeutel befand sich, eingequetscht zwischen Abfallresten, eine Schlange. Die Einsatzkräfte befreiten das Tier aus der Plastiktüte.

Die tatverdächtige 37-Jährige stellten die Beamten wenige Wagen weiter im Zug. Nach erfolgter Belehrung gab die Bochumerin an, das Tier nicht mehr haben zu wollen. Bei der Schlange handele es sich um eine ungiftige Kornnatter, die sie seit einem Jahr besitze. Das Reptil sei ihr mittlerweile „zu langweilig und zu kostspielig“ geworden. Sie habe nicht die Absicht gehabt, das Tier einfach auszusetzen, sondern wollte vorspielen, die Schlange selbst im Zug gefunden zu haben, um sie so dem Bahnpersonal zu übergeben.

Die Kornnatter übergaben die Uniformierten wohlbehalten in die Obhut der Feuerwehr Bochum. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.