
Ratingen. Gemeinsam mit ihrer Landtagskandidatin Sabrina Nüse lud die SPD Ratingen im Rahmen ihrer Sommertour am Donnerstag, 30. Juli, interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Unternehmensbesuch bei Euronics XXL Johann+Wittmer an der Kaiserswerther Straße ein.
Rund 15 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Ratinger Traditionsunternehmens zu werfen und sich über aktuelle Herausforderungen, innovative Reparaturkonzepte und die Zukunft des lokalen Elektrofachhandels auszutauschen. Das berichten die Ratinger Sozialdemokraten. Zu Beginn des Besuchs standen die Geschäftsführer Juri Marcialis und Martin Weidisch den Gästen für Fragen zur Verfügung. Anschließend führte Marketingleiter Daniel Georg die Gruppe durch das Unternehmen. Den Werkstattbereich stellte Arnold Johann vor und gab spannende Einblicke in die tägliche Reparaturpraxis.
Das Unternehmen blickt auf eine fast 50-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde Johann+Wittmer am 1. April 1977 als Radio- und Fernsehreparaturwerkstatt und feiert 2027 sein 50-jähriges Bestehen. Heute verbindet das Unternehmen modernen Elektrofachhandel mit einem umfassenden Serviceangebot und setzt dabei bewusst auf Nachhaltigkeit und Reparatur statt Wegwerfen.
Besonders beeindruckend war das Engagement in der Ausbildung. Johann+Wittmer bildet derzeit in elf verschiedenen Berufen aus und plant, Auszubildenden künftig vergünstigten Wohnraum anzubieten. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden einen Zuschuss von 50 Prozent zum Deutschlandticket – ein Beitrag zur Fachkräftesicherung und zu nachhaltiger Mobilität.
Ein Schwerpunkt des Rundgangs war die hauseigene Werkstatt. Dort werden monatlich rund 100 Kaffeevollautomaten repariert. Darüber hinaus werden auch ältere Haushaltsgeräte verschiedener Hersteller instandgesetzt. So berichtete Arnold Johann beispielsweise von der Reparatur einer rund 20 Jahre alten Spülmaschine der Marke SMEG – ein Beispiel dafür, wie langlebige Produkte durch fachgerechte Reparaturen weiter genutzt werden können.
Ein weiteres Thema war das europäische „Recht auf Reparatur“. Die neue EU-Regelung stärkt unabhängige Reparaturbetriebe und Verbraucherinnen und Verbraucher und soll dazu beitragen, Elektrogeräte länger zu nutzen. Ergänzend beteiligt sich Johann+Wittmer am EU-geförderten Projekt „Life Epics“, im Rahmen dessen am Standort Ratingen ein sogenannter Repair Corner eingerichtet wurde. Künftig soll zudem ein europaweit einheitliches Label die Reparaturfreundlichkeit von Elektrogeräten für Verbraucherinnen und Verbraucher sichtbar machen.
„Johann+Wittmer zeigt eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und gute Ausbildung Hand in Hand gehen können. Gerade mittelständische Unternehmen, die Verantwortung für ihre Beschäftigten übernehmen und auf Reparatur statt Wegwerfen setzen, verdienen gute politische Rahmenbedingungen“, betonte Landtagskandidatin Sabrina Nüse zum Abschluss des Besuchs.

