Die Tigermücke ist an ihren Streifen zu erkennen. Foto: VZ NRW/adpic
Die Tigermücke ist an ihren Streifen zu erkennen. Foto: VZ NRW/adpic

Düsseldorf. Ursprünglich aus dem asiatisch-pazifischen Raum stammend, verbreitet sich die Asiatische Tigermücke inzwischen auch in Deutschland.


Die schwarz-weiß gemusterte Mücke kann verschiedene Viruserkrankungen übertragen und gilt als aggressiv und stechfreudig – und zwar tagsüber. Die Weibchen benötigen Blut für die Eibildung. „Die wärmeliebenden Insekten fühlen sich insbesondere in städtischen Räumen wohl. Hier können alle, die einen Garten oder Balkon haben, dazu beitragen, dass die Verbreitung der invasiven Art gestoppt wird. Zugleich schützt man sich mit den einfachen Maßnahmen selbst vor den fliegenden Plagegeistern“, erklärt Kerstin Effers, Referentin für Umwelt und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale NRW.

Asiatische Tigermücken legen ihre Eier am Rand von Gefäßen oder kleinen Gewässern ab. Steigt der Wasserpegel, entwickeln sich die Larven, aus denen Mücken schlüpfen. „Die oberste Regel lautet daher: kein stehendes Wasser im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder in Dachrinnen“, so Effers. Gießkannen, Eimer oder Topfuntersetzer sollten regelmäßig ausgeleert und gesäubert, Regentonnen mit Deckeln oder engmaschigen Netzen abgedeckt werden.

Vogel-, Igel- oder Insektentränken leert man bei warmem Wetter auch zum Schutz dieser Tiere vor Krankheiten am besten täglich und spült sie mit heißem Wasser oder bürstet sie gründlich aus. Sandspielzeug, Schubkarren und ähnliche Gegenstände regensicher unterstellen oder umdrehen.

Die Eier der Tigermücke sind nicht nur relativ trockenheits-, sondern auch frostresistent und überstehen milde Winter. Um das zu verhindern, sollten Gefäße aller Art im Herbst ausgeleert und gründlich ausgebürstet werden. Übrigens: Wo sich Vögel, Fledermäuse, Libellen und Amphibien wohlfühlen, haben Mücken schlechte Chancen.