Crossboccia wird mit weichen Bällen gespielt. Foto: Stadt Ratingen
Crossboccia wird mit weichen Bällen gespielt. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Tiefenbroich einmal aus einer ganz neuen Perspektive entdecken – dazu lud der Mehrgenerationentreff Tiefenbroich in den vergangenen Wochen mit dem Projekt „Crossboccia“ ein. Rund zehn Teilnehmende machten sich in zwei Mannschaften auf den Weg und erkundeten den Stadtteil spielerisch.


Anders als beim klassischen Boule wird Crossboccia mit weichen, mit Granulat gefüllten Bällen gespielt. Ziel ist es, den eigenen Ball möglichst nah an das sogenannte „Schweinchen“ zu werfen, das den Zielpunkt markiert.

Gespielt wurde nicht auf einem festgelegten Platz: Die Teilnehmenden bewegten sich auf abwechslungsreichen Routen durch Tiefenbroich. Die Wege führten unter anderem über die Marienstraße, Annastraße, Agnesstraße und Elisabethstraße bis zur evangelischen Kirche, eine weitere Route verlief über die Sohlstättenstraße bis zum Sackerhof. Unterwegs wurden unterschiedliche kleine Spielflächen in den Spielverlauf einbezogen.

Doch nicht nur das gemeinsame Spiel stand im Mittelpunkt. Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen und ihre Eindrücke vom Stadtteil aus. Dabei wurde deutlich, dass es in Tiefenbroich nur wenige Sitzgelegenheiten gibt, an denen sich insbesondere ältere Menschen bei einem Spaziergang ausruhen können. Auch mehr schattige Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum wurden als wünschenswert genannt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle noch sehr aktiv und mobil sind, hatten vor allem viel Freude an der Bewegung, am gemeinsamen Spiel und daran, ihren Stadtteil auf neue Weise kennenzulernen. Ehrenamtlich begleitet wurde das Projekt von Rainer Pollmann.

Die positiven Erfahrungen haben die Gruppe überzeugt: Künftig möchte sie sich einmal im Monat treffen, um rund um den Mehrgenerationentreff gemeinsam Crossboccia zu spielen. Das Spiel fördert Konzentration, Geschicklichkeit und Bewegung – und bietet zugleich eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Wer Interesse hat und mitmachen möchte, kann sich bei der Leiterin des Mehrgenerationentreffs, Barbara Buscher-Sander, unter Telefon 550-5095 informieren.