
Velbert. Im Finanzamt Velbert wird fast ausschließlich mit elektronischen Akten gearbeitet. Staatssekretär Dirk Günnewig hat sich bei einem Besuch beeindruckt gezeigt: „Hier wird Zukunftsmusik schon jetzt gespielt.“
Wer im Finanzamt Aktenstapel erwartet, der wäre bei einem Besuch im Finanzamt Velbert vermutlich ebenso überrascht und beeindruckt wie Staatssekretär Dirk Günnewig. Die Modernisierung und Digitalisierung der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung ist ein Kernthema des Mannes aus dem Düsseldorfer Ministerium der Finanzen – hier in Velbert erlebt er persönlich, wie weit fortgeschritten die Entwicklung bereits ist. „Das Finanzamt Velbert ist ein echtes Vorbild für die öffentliche Verwaltung!“, machte er vor Ort deutlich. „Das Amt hat fast komplett auf die elektronische Bearbeitung von Fällen umgestellt. Hier wird Zukunftsmusik schon heute gespielt.“
„Wir haben Papier weitgehend aus unserem Finanzamt verbannt, Papierakten in der Steuerveranlagung sind Geschichte“, berichtet Finanzamtsleiterin Gudrun Köhler. „Was noch auf Papier zu uns kommt, wird konsequent gescannt und digitalisiert. Unsere Steuerprofis arbeiten mit elektronischen Akten.“ Zudem findet eine Arbeitsgruppe KI im Finanzamt Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz. Diese wird bei der Risikoprüfung von Steuererklärungen bereits eingesetzt. „Unser Ziel ist es, schnellst- und bestmögliche Ergebnisse im Service für die Menschen in unserer Region zu erreichen. Die Digitalisierung hilft uns dabei sehr weiter“, so die Finanzamtschefin. Damit der Weg zum Steuerbescheid möglichst schnell ist, hilft es den Expertinnen und Experten im Finanzamt, wenn auch die Steuererklärung bereits digital abgegeben wird. Auch Belege, die ohnehin nur auf Nachfrage des Finanzamtes eingereicht werden sollen, könnten einfach gescannt und elektronisch übermittelt werden – schließlich sollen die Originale immer bei den Bürgerinnen und Bürgern bleiben. „Hier wird ein Beispiel gegeben, wie zukunfts- und leistungsfähig Behörden sein können“, so Günnewig. „Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Finanzamt Velbert sehr dankbar für ihren persönlichen Einsatz und großen Mut zur Transformation!“
Diese Einsatzbereitschaft zeigt sich auch beim Engagement des Finanzamtes für die Finanzbildung der jungen Menschen in Velbert und Umgebung: Mit dem Projekt „Schule & Steuern“ besuchen Steuerprofis aus dem Finanzamt Schulen und klären dort über die Bedeutung von Steuern auf. Das Projektteam fährt raus in die Schulen und informiert Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen, wie das Steuersystem funktioniert.
„Ohne Steuern kann der Staat seine Aufgaben nicht schultern – ob es um die Polizei geht, um Bildung oder Klimaschutz. Das bringen wir den Jugendlichen einfach und verständlich nahe“, erklären Claudia Lück-Rüth und André Rump, die Ansprechpersonen für „Schule & Steuern sind. Mit vielen Schulen bestehen bereits langjährige Partnerschaften – zum Beispiel mit der Gesamtschule Velbert, dem Immanuel-Kant-Gymnasium in Heiligenhaus, der Villa Wewersbusch in Langenberg und den beiden großen Berufskollegs in Velbert und Mettmann.
Das Angebot ist ein gutes Beispiel, wie die Finanzverwaltung ihre soziale Verantwortung lebt, findet der Staatssekretär: „Alle Menschen haben in ihrem Leben mit dem Thema Steuern zu tun – aber ein Schulfach Steuern gibt es eben nicht. Mit dem Projekt ,Schule & Steuern‘ springt das Finanzamt hier ein und macht sich stark für die Finanzbildung der jungen Menschen hier rund um Velbert. Ein wirklich sinnvolles Angebot, das erfreulicherweise von den Schulen sehr gut angenommen wird.“

