
Velbert. Nach mehr als zehn Jahren ohne Freibad können die Menschen in Langenberg nun wieder „karibisches Flair“ genießen. Das sagte die Abgeordnete Kerstin Griese bei ihrem Sommertour-Besuch des Nizzabads.
Maßgeblich zum Ersatzneubau beigetragen haben Bundesfördermittel zur Sanierung kommunaler Einrichtungen. „Mit großem Nachdruck hatte ich mich in Gesprächen mit dem Bundesbauministerium für dieses wichtige Vorhaben eingesetzt“, erklärte Griese. Fast drei Millionen Euro konnten für das Langenberger Naturfreibad gesichert werden.
„Ich bin beeindruckt vom Ergebnis: Hier ist mitten im Wald, in herrlicher Lage, ein Bad entstanden, das obendrein ganz ohne Chemie auskommt“, sagte Griese erfreut. Bei einem Rundgang erläuterte Andreas Bocklet-Schmidt, Leiter der Stadtwerke-Bädergesellschaft, die natürliche Wasseraufbereitung. Ein Hauptfilter sowie zwei weitere, mit Kies und Pflanzen gefüllte Zwischenfilter bauen Haare, Hautschuppen und andere Stoffe ab. So entstehe ein natürlicher Badespaß wie an einem See, sagte Bocklet-Schmidt.
Stadtwerke-Geschäftführer Tobias Grau erklärte, dass vor allem der Sonnenschein über die Wassertemperatur entscheide. „Die maximale Wassertemperatur sollte im Idealfall 23 Grad nicht überschreiten, denn bei höheren Temperaturen können die Mikroorganismen langsamer filtern und arbeiten.“ Die Stadtwerke setzen deshalb auf einen flexiblen Wechselbetrieb: Steigen die Außentemperaturen auf mindestens 22 Grad, öffnet das Naturfreibad, während das Hallenbad geschlossen bleibt. Bei kühlerem Wetter wechseln die Badegäste ins Hallenbad. Auch Bürgermeister Dirk Lukrafka zeigte sich erfreut. Er berichtete der Bundestagsabgeordneten, dass die anfängliche Skepsis gegenüber dem Naturfreibad inzwischen großer Freude gewichen sei.

