Sichtbares Zeichen der anstehenden Elektrifizierung: der Mast für die Oberleitung im Bahnhof Mettmann Stadtwald. Foto: Kling

Mettmann. Die Regiobahn fährt erst ab Juni 2027 elektrisch. Ursprünglich war die Umstellung für Dezember vorgesehen.


Die Regiobahn will den elektrischen Betrieb auf der S 28 am 13. Juni 2027 aufnehmen. Ab diesem Zeitpunkt sollen Elektrotriebzüge des Typs FLIRT 3XL des Herstellers Stadler auf der Linie eingesetzt werden. Bis dahin bleibt das bestehende Betriebskonzept unverändert, die Integral-Fahrzeuge verkehren weiterhin.

Ursprünglich war die Umstellung auf den elektrischen Betrieb für den 13. Dezember 2026 vorgesehen. Nach Angaben der Regiobahn kam es im Verlauf des Projekts jedoch zu unvorhergesehenen Verzögerungen. Unter anderem erschwerten besonders harte Gesteinsschichten im Neandertal und in Wuppertal-Dornap die Herstellung der Fundamente für die Oberleitungsmasten.

Weitere Herausforderungen gibt es an den Schnittstellen zum Netz der DB InfraGO in Wuppertal, Düsseldorf-Gerresheim und Neuss. Dort müssen noch Lückenschlüsse für die künftige Stromversorgung der Oberleitung hergestellt werden. Dafür sind Sperrpausen und entsprechende Genehmigungen erforderlich. Erst anschließend können unter anderem Speiseleitungen, Rückleiter und Tragseile installiert und die Gesamtanlage in Betrieb genommen werden.

Die abschließenden Arbeiten sollen überwiegend nachts und zu verkehrsarmen Zeiten stattfinden, um die Auswirkungen auf den laufenden Betrieb möglichst gering zu halten. Die Regiobahn bezeichnet die Elektrifizierung als größtes Infrastrukturprojekt in ihrer Geschichte.