Bürgermeister Christoph Schultz (5.v.l.) und Beigeordneter Michael Pfleging (1.v.l.) zerschnitten zusammen mit den Schulleitungen Uwe Heidelberg (3.v.l.) und Simone Richter (4.v.l., beide Realschule) sowie Julia Oesterle (2.v.l., Gymnasium) ein rotes Band und gaben damit pünktlich zu Schulbeginn die Nutzung des Schuldorfes frei. Foto: Stadt Erkrath
Bürgermeister Christoph Schultz (5.v.l.) und Beigeordneter Michael Pfleging (1.v.l.) zerschnitten zusammen mit den Schulleitungen Uwe Heidelberg (3.v.l.) und Simone Richter (4.v.l., beide Realschule) sowie Julia Oesterle (2.v.l., Gymnasium) ein rotes Band und gaben damit pünktlich zu Schulbeginn die Nutzung des Schuldorfes frei. Foto: Stadt Erkrath

Erkrath. Zum Start des Schuljahres 2026/2027 sind die Realschule und das Gymnasium Hochdahl an ihren alten Standort zurückgekehrt. Nachdem ein Brand im Mai 2025 beide Schulen völlig zerstört hatte, wurden die rund 1.200 Schülerinnen und Schüler zuletzt im ehemaligen Schlossgymnasium in Benrath unterrichtet.


Bis zum Neubau soll der Unterricht nun übergangsweise am alten Standort im neu errichteten Schuldorf auf dem Sportplatz Rankestraße stattfinden. Bürgermeister Christoph Schultz und Beigeordneter Michael Pfleging gaben zusammen mit den Schulleitungen Uwe Heidelberg und Simone Richter (beide Realschule) sowie Julia Oesterle (Gymnasium) pünktlich zu Schulbeginn die Nutzung frei.

Das neue Schuldorf bietet auf einer Gesamtfläche von mehr als 10.000 Quadratmetern ausreichend Platz für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte beider Schulgemeinschaften. Die rund 600 Einzelmodule verteilen sich auf zwei zweigeschossige Gebäudeteile und umfassen neben mehreren Klassenzimmern und vollständig ausgestatteten Fachräumen auch die beiden Schulverwaltungen inklusive Lehrerzimmer, weitere Material- und Lagerräume, sanitäre Anlagen sowie zwei Mensen. Die Klassenräume sind wärmeisoliert und rund 60 Quadratmeter groß. Das Schuldorf verfügt über ein zentral gesteuertes Belüftungssystem und wird über Luft-Wasser-Wärmepumpen geheizt. Die vom Brand verschonten Sporthallen beider Schulen, ein Pavillon sowie eine bereits vorhandene Containeranlage stehen weiterhin für den Schulbetrieb zur Verfügung. Die Ausstattung der Räume erfolgte über teils noch erhaltenes Material sowie neue Möbel, die auch im späteren Neubau zum Einsatz kommen sollen.

„Die Errichtung des Schuldorfes in so kurzer Zeit zeigt, dass es in Deutschland auch schnell voran gehen kann. Unser Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere der Stadt Erkrath und dem ausführenden Unternehmen, die hiermit ein Paradebeispiel für funktionierendes Krisenmanagement geschaffen haben“, freut sich Uwe Heidelberg über die schnelle Rückkehr nach Erkrath. „Wir sind froh, dass wir unsere Schulen wieder zurück nach Hause holen konnten und wünschen ihnen für die Überganszeit bis zum Neubau einen reibungslosen und erfolgreichen Schulalltag“, so Bürgermeister Christoph Schultz. Die Gesamtkosten für das Schuldorf und die anschließende Wiederherstellung des Sportplatzes belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Der Abriss der vom Brand zerstörten Gebäude soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Fertigstellung des Neubaus ist bis Ende 2030 vorgesehen.