Kerstin Ringel möchte gern CDU-Landtagskandidatin im Wahlbezirk Velbert, Wülfrath und Mettmann werden. Foto: privat

Velbert/Wülfrath/Mettmann. Als erste Frau im Amt für die CDU im Wahlkreis Velbert/Wülfrath und Teilen Mettmanns will sich Kerstin Ringel im nordrhein-westfälischen Landtag für ihre Heimat einsetzen. Die 57-jährige Velberterin könnte Martin Sträßer beerben, der nicht erneut kandidiert.


Der erste Schritt für Kerstin Riedel ist, Kandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl im April 2027 zu werden. Dafür muss sie in Wahlkreismitgliederversammlung am 30. September die Mehrheit der CDU-Mitglieder aus ihrem Wahlbezirk hinter sich bringen.

Die 57-jährige Ringel ist in Velbert aufgewachsen, wohnt im Langenhorst und engagiert sie sich in vielen Vereinen. Seit drei Jahrzehnten singt sie zudem in lokalen Rockbands. „Wir unterstützen gerne Gastronomen und lokale Feste“, so Ringel. Zudem ist sie passionierte Reiterin, die ihre beiden Pferde fast 35 Jahre in einem Pensionsstall in Wülfrath an der zu Stadtgrenze Mettmann untergestellt hat. Sie hat ein großes Herz für Tiere: „Wo ich helfen kann, bin ich am Start.“

Beruflich hat sich Kerstin Ringel früh direkt nach dem Schulabschluss 1985 für eine Verwaltungslaufbahn entschieden. Zurzeit ist sie Fachbereichsleiterin Sicherheit und Ordnung der Stadt Heiligenhaus. „Die Ordnungsamtsleitung ist traditionell selten in weiblicher Hand“, betont Ringel, doch das habe sie erst recht angespornt.

Mit ihren beruflichen Themen ist sie eng verbunden: „Wir arbeiten mit sehr harten Themen im Brennglas der inneren Sicherheit“, so Riedel. Die Kontrollen führt ihre Behörde gemeinsam mit Polizei und Zoll regelmäßig durch. Es geht dann darum, Leistungsmissbrauch in den Bereichen Wohngeld, Jobcenter, Sozialhilfe, Kindergeld und illegales Glücksspiel aufzudecken und abzustellen. „Mit Erfolg“, konstatiert Ringel. Der Missbrauch belastet die Kommunen sowie alle zuständigen Behörden, die Leistungen auszahlen müssen. „Das Thema will ich gerne auch als Landtagsabgeordnete in ganz NRW weiter voranbringen“.

In ihrem Zuständigkeitsbereich liegt auch das städtische Bürgerbüro. In diesem Zusammenhang setzt sie sich für eine serviceorientiertere und digitalere Verwaltung ein.

Ringel stammt aus einer Unternehmerfamilie: „Im elterlichen Familienbetrieb – einem
Stahlformenbau – war ich von meinem 15. Lebensjahr bis Ende 2025 aufgrund der Insolvenz des Betriebs, von denen viele Unternehmen in der Automobilbranche leider ebenfalls betroffen waren, bis zum Schluss aktiv und unterstützend tätig.“

Politische Erfahrung konnte Ringel als Mitglied der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Velbert in der Zeit von 2020 bis 2025 sammeln.

„Meine vielen beruflichen und privaten Erfahrungen haben mich geprägt“, sagt Ringel. Deswegen bin ich auch eine Freundin klarer und offener Worte in der Politik. Das gilt im politischen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, aber vor allem auch in unserer Partei“.

Für Ringel stehe ein wertschätzender Umgang und Gemeinschaft an erster Stelle: „Gerade in Zeiten, in denen der politische Ton rauer wird, stehe ich für ein respektvolles Miteinander“.

Für den Landtagswahlkreis 40 Mettmann IV – Velbert, Wülfrath und Mettmann will Kerstin Ringel ihre berufliche Kompetenz, ihre politische Erfahrung und ihre Verbundenheit mit den Menschen vor Ort in die Landespolitik einbringen. „Ich hoffe auf Unterstützung meiner Partei und würde mich freuen, dann die Menschen vor Ort von mir und der CDU zu überzeugen.“

Im Landtagswahlkreis Mettmann IV ist Martin Sträßer (CDU) bei den Wahlen 2017 und 2022 jeweils als CDU-Direktkandidat in den Landtag gewählt worden. Im März hatte Sträßer verkündet, dass er für die kommende NRW-Landtagswahl (am 25. April 2027) nicht mehr kandidiert.

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