Martin Sträßer setzt sich für seine Heimatregion ein - hier vor dem noch unbeschädigten Schloss Hardenberg in Neviges. Foto: Team Martin Sträßer
Martin Sträßer setzt sich für seine Heimatregion ein - hier vor dem noch unbeschädigten Schloss Hardenberg in Neviges. Foto: Team Martin Sträßer

Wülfrath/Velbert/Mettmann. Der für den Wahlkreis Mettmann IV – dazu zählen Velbert, Wülfrath und Teile von Mettmann – direkt gewählte Landtagsabgeordnete Martin Sträßer verzichtet auf eine weitere Kandidatur bei der Landtagswahl 2027.


„Gestern Abend habe ich in einer Vorstandssitzung der CDU Wülfrath erklärt, bei der Landtagswahl am 25. April 2027 nicht wieder anzutreten”, so Martin Sträßer. “Bei meiner Kandidatur vor zehn Jahren hatte ich bereits angekündigt, das Mandat maximal für zwei Legislaturperioden anzustreben. Daran halte ich mich.”

Bei beiden Landtagswahlen 2017 und 2022 hätten die Wählerinnen und Wähler dem heimischen Abgeordneten mit großer Mehrheit das Vertrauen geschenkt und ihn direkt ins Parlament gewählt. “Das hat mich mit Freude und Demut, aber zugleich auch mit etwas Stolz erfüllt. Ich habe diesen Auftrag sehr gerne übernommen. Dabei hatte ich das Glück, mit den Ministerpräsidenten Armin Laschet und Hendrik Wüst ab 2017 in einer Koalition mit der FDP und ab 2022 mit den Grünen gemeinsam Regierungsverantwortung übernehmen zu können – für unser Land Nordrhein-Westfalen, für seine Städte, aber vor allem für die Menschen vor Ort”, so Sträßer.

Sträßer sagt, er habe sich ein Leben lang, vor und neben dem Mandat, ehrenamtlich engagiert – in Kirche, Sport und Politik. Die Kommunalpolitik sei seine Basis – als Ratsmitglied, zunächst in Velbert und später in Wülfrath, sowie als Mitglied im Kreistag Mettmann. “Die Bereiche Bildung und Kommunales, aber auch die Bewahrung der Schöpfung standen immer im Mittelpunkt. Das galt auch für meine Arbeit im Landtag”, erklärt Martin Sträßer, der mit der Pandemie in der ersten Wahlperiode und Putins Krieg in der Ukraine in der zweiten Wahlperiode in seiner politischen Arbeit konfrontiert worden ist. Beides habe auch den Gestaltungsspielraum der Landespolitik zunehmend eingeschränkt.

“Trotzdem haben wir in den zehn Jahren viel erreicht – auf Landesebene, aber auch für die Menschen in Velbert, Wülfrath und Mettmann”, erklärt er. “Nie zuvor sind die Kommunen seitens des Landes so umfangreich unterstützt worden. Wir haben den Landesanteil an den kommunalen Altschulden übernommen. Über das neue Heimatförderprogramm und weitere Förderprogramme (etwa für Sportstätten) sind viele konkrete Hilfen in die Städte geflossen – vor allem als Wertschätzung für das in vielen Vereinen und Organisationen engagierte Ehrenamt. Nie zuvor ist so viel Geld in die Bildung investiert worden. Heute arbeiten weit über 10.000 Kräfte mehr in unseren Schulen als 2017. Die Erhaltung des Förderschulwesens und die Stärkung der Basiskompetenzen in der – auch frühkindlichen – Bildung sind zusätzliche wichtige Erfolge, die nachhaltige Wirkung zeigen werden.”

Die Begegnungen mit den Menschen stellt Martin Sträßer als besonders wertvoll in den Mittelpunkt. “In Zeiten, in denen die Demokratie von außen wie von innen immer mehr unter Druck gerät, war und bleibt es mir wichtig, Menschen für dieses Gemeinwesen zu gewinnen. Dazu gehört die wichtige Botschaft, dass wir der Politik und der Gesellschaft nicht zu viel abverlangen. Wir alle müssen uns immer zuerst der Frage stellen, was wir in eigener Verantwortung für uns und auch für die Gesellschaft leisten können.” Die Demokratie lebe von der fairen Auseinandersetzung in der Sache und dem Grundverständnis, dass auch andere recht oder zumindest die Mehrheit haben können. Und sie lebe vom Kompromiss.

“Nicht immer habe ich meine Vorstellungen umsetzen können. Manchmal habe ich Lösungen mitgetragen, die ich nicht für die besten gehalten habe. Auch das gehört zur Demokratie und zu meiner persönlichen Bilanz”, so Sträßer. “Für mich war und bleibt das christliche Menschenbild prägend für unser Gemeinwesen. Wir sind als Menschen nicht allein auf uns angewiesen. Ich glaube an eine göttliche Kraft, die uns nicht allein lässt. Wer lernt, den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere da. Leben gelingt nur in Gemeinschaft.”

Sein Mandat will Martin Sträßer bis zum Ende der Legislaturperiode wahrnehmen. “Es war und bleibt mir eine große Freude und Ehre, unser Land mitzugestalten und vor allem für die Menschen vor Ort da zu sein”.