
Mettmann. Rund 5.500 Einsätze fahren die Mettmanner Feuerwehr und Rettungsdienst jährlich im Stadtgebiet. Angefangen bei Krankentransporten über Brandeinsätze bis hin zu Notfallsituationen, in denen jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann.
Aus diesem Grund haben in dieser Woche die Kräfte der Feuerwehr Mettmann und des städtischen Ordnungsdienstes im Bereich Am Kämpchen, Am Anger, Im Siepen, Am Krumbach und am Angerapper Platz eine Durchfahrübung mit einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr ohne den Einsatz von Blaulicht und Martinshorn durchgeführt. Auch Bürgermeister André Bär verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Situation in den engen Straßen des Wohngebiets.
Schon nach wenigen Metern zeigte sich laut Bericht der Stadtverwaltung, wie herausfordernd die Lage ist. Das Fahrzeug musste an mehreren Engstellen abbremsen, unübersichtliche Einfahrten und parkende Autos auf beiden Seiten machten das Durchkommen teilweise zur Millimeterarbeit. Dabei wurde schnell deutlich: Was für ein Auto noch passierbar scheint, wird für eine Drehleiter,
ein Rettungs- oder ein Löschfahrzeug schnell zum Hindernis. Neben der praktischen
Überprüfung stand auch der Austausch mit der Nachbarschaft im Fokus.
Die meisten Anwohnerinnen und Anwohner sind sich der Problematik bewusst und froh darüber, dass der Bürgermeister mit seinen Leuten persönlich vor Ort war. Es gibt aber auch immer wieder Personen, denen die Problematik nicht bewusst ist. „Oft fehlt schlicht die Vorstellung, welche Ausmaße ein Einsatzfahrzeug hat und welchen Raum es benötigt, um sicher und schnell ans Ziel zu kommen“, erklärt Sebastian Thews, Amtsleiter für Brandschutz und Rettungswesen. Das Team des Ordnungsdienstes hat die problematischsten Stellen aufgenommen, die nicht nur durch falschparkende Fahrzeuge und zu breite Anhänger verursacht wurden, sondern vor allem auch durch mangelnden Grünschnitt. Hierfür sind die Anwohnerinnen und Anwohner verantwortlich und werden in den nächsten Wochen schriftlich aufgefordert, für eine Verbesserung zu sorgen.
Zusätzlich wird es eine Überprüfung der Halteverbotshinweise in den genannten Wohngebieten durch die Abteilung für Verkehrsinfrastruktur und durch die Ordnungsbehörde geben. „Unser Ziel ist es, für die Situation zu sensibilisieren, für Verständnis zu werben und sicherzustellen, dass die Einsatzkräfte im Notfall so schnell wie möglich vor Ort sein können“, betont Bürgermeister André Bär. Aus diesem Grund wird es auch zukünftig regelmäßig Durchfahrübungen der Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet geben.

