Kerstin Griese und Melanie Brans, SPD-Mitglied im Sportausschuss des Stadtrats, sprechen mit dem Fußballteam. Foto: Büro Griese
Kerstin Griese und Melanie Brans, SPD-Mitglied im Sportausschuss des Stadtrats, sprechen mit dem Fußballteam. Foto: Büro Griese

Wülfrath. Bei strömendem Regen trainierte das Inklusionsteam des 1. FC Wülfrath auf dem Erbacher Berg. Das erste Fußballtraining nach den Ferien bereitete den Kindern und Jugendlichen sichtlich viel Freude.


Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dort auch für Inklusion zuständig, besuchte das Team im Rahmen ihrer Sommertour. Trainer Hans Poltermann erklärte ihr, dass die Spielerinnen und Spieler zwischen sechs und 16 Jahre alt seien und geistige oder körperliche Behinderungen hätten. „Auch zwei Spieler ohne Behinderung sind dabei“, sagte er.

Poltermann hat die Mannschaft mit aufgebaut und steckte viel Herzblut in seine Arbeit. „Seit 40 Jahren bin ich Fußballtrainer, doch diese Mannschaft verlangt mir alles ab.“ Seit drei Jahren engagierte er sich gemeinsam mit vier weiteren Trainerinnen und Trainern für das Team. Die Einheit auf dem Kunstrasenplatz leitete an diesem Tag Nicole Schumann.

Kerstin Griese verfolgte das Trainingsgeschehen interessiert und kam während einer Pause mit den Spielerinnen und Spielern ins Gespräch. „Wer ist denn euer Lieblingsspieler?“, fragte Griese. „Cristiano Ronaldo!“, riefen fast alle gleichzeitig.

Der 1. FC Wülfrath stellt das einzige Inklusionsteam für Kinder und Jugendliche in der niederbergischen Region. Auf diese Besonderheit wies Jugendleiter Branko Tesic hin.

Inzwischen war der Regen strahlendem Sonnenschein gewichen und das Training neigte sich dem Ende zu. Griese erfuhr von Hans Poltermann, dass seine Mannschaft bislang nur gelegentlich an Turnieren teilnehmen oder gegen andere Teams spielen konnte. „Ich wünsche mir eine Liga, in der die Kinder und Jugendlichen regelmäßig gegen Gleichaltrige spielen, Freude und Spaß am Fußball haben und Freundschaften knüpfen können“, sagte der Trainer.

„Genau aus diesem Grund führe ich jedes Jahr meine Sommertour durch“, so Griese. „Ich möchte darauf aufmerksam machen, wie wichtig Inklusion für unsere Gesellschaft ist. Denn von einer inklusiven Gesellschaft profitieren wir alle.“