Olaf Lehne, Peter Blumenrath, Christan Berger, Martin Sträßer; (untere Reihe v. l. n. r.) Sebastian Haug, Claudia Schlottmann und Jan Heinisch. Foto: Team Heinisch
Olaf Lehne, Peter Blumenrath, Christan Berger, Martin Sträßer; (untere Reihe v. l. n. r.) Sebastian Haug, Claudia Schlottmann und Jan Heinisch. Foto: Team Heinisch

Heiligenhaus. Mit einer straffen „Bergischen Sommertour“ hat eine Gruppe von CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Bergischen Land zentrale Zukunftsthemen der Region in den Blick genommen.


Teilnehmer der Tour waren Christian Berger, Peter Blumenrath, Sebastian Haug , Jan Heinisch, Olaf Lehne, Claudia Schlottmann und Martin Sträßer. Im Mittelpunkt der Sommertour standen Tourismus und kulturelles Erbe, Stadtentwicklung, Infrastruktur und Mobilität sowie die wirtschaftlichen Standortfaktoren der Region. Ziel war es, im direkten Austausch mit Verantwortlichen aus Kommunen, Kirche, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen konkrete Eindrücke zu gewinnen und Impulse für die weitere Arbeit im Landtag mitzunehmen.

Zum Auftakt führte eine Wanderung vom Müngstener Brückenpark entlang der Wupper zur Unterburg von Schloss Burg. Die Müngstener Brücke – Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke und Kandidatin für das UNESCO-Weltkulturerbe – steht exemplarisch für das industrielle Erbe und die touristische Strahlkraft des Bergischen Landes. Auf Schloss Burg tauschten sich die Abgeordneten mit dem Vorstand der touristischen Kooperation „Die Bergischen Drei“ über regionale Tourismusstrategien und Vermarktung aus.

Weitere Stationen waren der Mariendom in Velbert-Neviges, größte Wallfahrtskirche im Erzbistum Köln, mit fachkundiger Führung durch Abbé David, sowie Schloss Hardenberg. Dort erläuterte Velberts Beigeordneter Jörg Ostermann Überlegungen zu einem künftigen „Erlebniszentrum Natur“ und zur touristischen Entwicklung des Areals. Eine Dinner Speech von Witte-Automotive-CEO Rainer Gölz führte am Abend zu den Themen Infrastruktur, Mobilität und Standortbedingungen über.

Industrie, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort

Am zweiten Tag stand die industrielle Basis der Region im Fokus. Bei Lhoist Rheinkalk in Wülfrath sprachen die Abgeordneten mit Geschäftsführerin Alexia Spieler, Martin Volmer und Dries de Causmaecker über die Zukunftsperspektiven von Europas größtem Kalkwerk. Die Werks- und Steinbruchbesichtigung sowie die Einordnung durch Bürgermeister Sebastian Schorn machten die Bedeutung des Standorts für Beschäftigung und Kommune deutlich.

Anschließend wurde am Beispiel des A44-Lückenschlusses zwischen Heiligenhaus und Ratingen über Brückenmodernisierung und Planungsbeschleunigung diskutiert – gemeinsam mit Jörg Wieck (Amand Landentwicklung), Udo Pasderski (DEGES) sowie den Bürgermeistern Björn Kerkmann (Heiligenhaus) und Patrick Anders (Ratingen). Noch einmal wurde verdeutlicht, dass die Fertigstellung der A44 für die Region von besonderer Bedeutung ist: Sie verbessert die verkehrliche Anbindung, stärkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und entlastet zugleich die Innenstädte vom Durchgangsverkehr.

In der Henkel-Konzernzentrale in Düsseldorf standen danach Wirtschafts- und Standortpolitik, Transformation der Industrie, Nachhaltigkeit, Forschung, Innovation und Fachkräftesicherung im Mittelpunkt des Austauschs mit Dr. Daniel Kleine und Unternehmensvertretern. Eine Dinner Speech von Udo Zimmermann (Sparkasse HRV) beleuchtete am Abend die Rolle regionaler Finanzinstitute für Investitionen und kommunale Entwicklung.

Zum Abschluss der Tour diskutierten die Abgeordneten mit Museumsleiterin Bärbel Auffermann und dem ehemaligen Landrat Thomas Hendele (Vorsitzender des Stiftungsrates) über das Neanderthal-Museum als internationalen Kultur- und Bildungsort sowie als touristischen Anziehungspunkt. Im Mittelpunkt standen die gewünschte Erweiterung des Museums, die damit verbundenen Chancen für eine moderne, zukunftsfähige Präsentation von Archäologie und Geschichte sowie die Frage, wie durch den Ausbau der touristischen Infrastruktur der Kreis Mettmann als attraktiver Standort weiter gestärkt werden kann.

Die Bergische Sommertour hat gezeigt: Das Bergische Land verfügt über große Potentiale – kulturell, touristisch und wirtschaftlich. Die beteiligten Abgeordneten wollen die gewonnenen Anregungen nutzen, um die bergische Perspektive in der Landespolitik weiter zu stärken und die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der Region gemeinsam mit den lokalen Akteuren zu verbessern.