Die Notfallseelsorge hat sich in Ratingen mit einer Aktion vorgestellt. Foto: Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann
Die Notfallseelsorge hat sich in Ratingen mit einer Aktion vorgestellt. Foto: Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann

Ratingen. Wie arbeitet Notfallseelsorge? Wann wird sie gerufen? Und was brauchen Menschen, wenn sie plötzlich mit einem Todesfall oder einer schweren Krisensituation konfrontiert sind? Diese und viele weitere Fragen standen am Samstag beim Aktionstag der Notfallseelsorge im Kreis Mettmann auf dem Ratinger Marktplatz im Mittelpunkt.


Rund um den Glaspavillon vor der St. Peter und Paul Kirche kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit den ehrenamtlichen Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern ins Gespräch. Sie informierten sich über Einsätze, die Begleitung von Angehörigen und die Arbeit der Ehrenamtlichen.

Zu den Gästen gehörte Landrätin Dr. Bettina Warnecke, Schirmherrin der Stiftung Notfallseelsorge. Auch Barbara Esser, 2. stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Ratingen, besuchte den Aktionstag. Superintendent Rainer Kaspers, der sowohl dem Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vorsteht als auch die Stiftung Notfallseelsorge leitet, und Kreisdechant Daniel Schilling waren ebenfalls vor Ort.

Rainer Kaspers betonte die besondere Situation, in der die Ehrenamtlichen zum Einsatz kommen: „Die Notfallseelsorge ist da, wenn für Menschen von einem Moment auf den anderen nichts mehr so ist wie vorher. Dann braucht es jemanden, der zuhört, Orientierung gibt und den Betroffenen professionell und trotzdem nah begegnet.“

Die Notfallseelsorge begleitet Menschen unmittelbar nach belastenden Ereignissen. Sie wird unter anderem nach plötzlichen Todesfällen, schweren Unfällen oder anderen akuten Krisen hinzugezogen und unterstützt Betroffene und Angehörige in den ersten Stunden nach einem Ereignis.

Live-Musik und Aktionen für Kinder und Erwachsene ergänzten das Informationsangebot. Gleichzeitig konnten sich die Besucherinnen und Besucher über die Stiftung Notfallseelsorge und den dazugehörigen Förderkreis informieren.

Die Notfallseelsorge ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen, unter anderem für Ausstattung sowie Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Kräfte. Die beim Aktionstag gesammelten Spenden kommen damit unmittelbar der Arbeit der Notfallseelsorge zugute.

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz: Der Aktionstag hat viele Menschen erreicht und zahlreiche Gespräche über eine Arbeit ermöglicht, die sonst meist dann sichtbar wird, wenn für Betroffene gerade eine Ausnahmesituation begonnen hat.