Ratingen. Mit Rang zwölf beim Saisonfinale in Hannover verabschiedeten sich die Damen des Triathlon Team Ratingen 08 nach zwei Jahren aus der 2. Triathlon-Bundesliga Nord. Franziska Holl, Florentine Exner-Anaç, Annika Fischer und Michelle Alferink repräsentierten die Ratinger Farben am Maschsee und schafften gar das beste Mannschaftsresultat 2026.
„Sowohl die Athletinnen als auch die Teamleitung sind mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden und freuen sich über den gelungenen Saisonabschluss“, sagte Joana Wolff, die sich parallel zu ihren Starts um die Geschicke der Mannschaft kümmert. „Nach einer harten und kräftezehrenden Saison in der 2. Bundesliga nehmen wir den Abstieg in die 1. Regionalliga NRW – bedingt durch den letzten Platz der Gesamtliste – mit Respekt vor der starken Leistung aller anderen Teams an.“
Rund lief der Wettkampf in der niedersächsischen Hauptstadt indes auch nicht. Michelle Alferink bekam gleich zu Beginn beim Schwimmen einen heftigen Schlag oder Tritt gegen den Kopf. Die Folge war eine Gehirnerschütterung wegen der sie das Rennen später sogar abbrechen musste. Somit flossen die Ergebnisse der anderen drei rot-weißen Damen in die Wertung ein. Mit Platzsumme 117 ließen sie die Düsseldorfer Damen und die SG Hagen/ Dortmund hinter sich und kamen innerhalb von 30 Sekunden einträchtig auf den Einzelrängen 38 bis 40 ins Ziel.
Danach sah es nach der ersten Disziplin des Triathlonsprint über 750 Meter, 20 Kilometer und fünf Kilometer ganz und gar nicht aus. Fischer hatte sich mit einem starken Schwimmen in einer vorderen Gruppe platziert. Holl hatte den Anschluss nach vorne etwas verloren und fuhr konstant in einer kleineren Radgruppe hinter dem Hauptfeld. Exner-Anaç verließ den See als eine der letzten Athletinnen und startete dann eine Aufholjagd auf Rädern und in Laufschuhen. Nach 1:08:12 Stunden war Franziska Holl die erste Ratingerin, die das Rennen beendete. 26 Sekunden später folgte Florentine Exner-Anaç, weitere vier Sekunden dahinter komplettierte das 16-Jährige „Küken“ die Punktlandung dreier aufeinanderfolgender Platzierungen.
Mit Teamspirit und Elan ab 2027 in der Regionalliga NRW überzeugen
„Wir verabschieden uns mit größtem Respekt vor allen anderen Teams und ihrer sportlichen Leistung – mit einem lachenden und einem weinenden Auge – aus der Liga“, so Wolff. „Ein besonderer Dank geht dabei an unseren Verein sowie an unsere Sponsoren, die uns diese Erfahrung erst ermöglicht haben. Ebenso danken wir unseren Familien und allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützer für den großartigen Support während der gesamten Saison.“
Ab 2027 stehen für die 1. Damen-Mannschaft des TTR wieder Reisen innerhalb Nordrhein-Westfalens an. In der 1. Regionalliga der Damen werden die Dumeklemmerinnen sicherlich eines der besseren Teams stellen. „Neben Vollzeitjobs ist es nicht immer leicht, die richtige Balance zwischen Ausgleich, Leistungsdruck und Freude am Sport zu finden und dauerhaft zu halten. Als Team konnten wir uns dabei aber jederzeit aufeinander verlassen – und genau diesen Zusammenhalt, Ehrgeiz und Spirit nehmen wir mit in die neue Liga. Wer weiß, vielleicht schaffen wir es ja irgendwann zurück in die Bundesliga – ausschließen würden wir das auf keinen Fall.“


