Mettmann. Am Mittwoch, 16. September, hat der Ausschuss für Planen, Umwelt und Bauen mehrheitlich für eine Bebauung im Bereich Kirchendelle gestimmt. Auf einem Teil der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche sollen Mehrfamilienhäuser mit 24 Wohnungen gebaut sowie ein zusätzlicher Nahversorger angesiedelt werden. Beschlossen ist das Vorhaben noch nicht, denn der Ausschuss hat damit zunächst eine Beschlussempfehlung für den Rat der Stadt Mettmann abgegeben.
Die Diskussion, die von rund 70 Gästen, bestehend aus Bürgerinitiativen, Anwohnern und
Interessierten, verfolgt wurde, eröffnete Bürgermeister André Bär mit einer persönlichen
Stellungnahme. „Neben sachlichen und fachlichen Gründen, die für oder gegen das
Vorhaben sprechen könnten, steht für mich allen voran die politische Frage, ob man die
Kirchendelle bebauen möchte“, erklärte der Bürgermeister, der sich in seiner
Stellungnahme klar gegen die Bebauung der Kirchendelle positionierte. „Politische
Verantwortung bedeutet nicht, jedes Vorhaben möglich zu machen. Politische
Verantwortung bedeutet auch, Grenzen zu setzen.“
Die Verwaltung hat in den vergangenen Monaten auf rund 1.500 Seiten eine
vollumfängliche Betrachtung und Einschätzung des Projekts erarbeitet. Hierbei wurden
auch die Einwendungen von Politik und Bürgerschaft geprüft, beispielsweise zur
Frischluftschneise, Entwässerung oder Artenschutz. Anne Havlat, Amtsleiterin für
Stadtplanung und Vermessung, präsentierte die Ergebnisse den Ausschussmitgliedern.
Eine besondere Rolle fiel hierbei einem möglichen Nahversorger zu, der ebenfalls im
Bereich Kirchendelle / Am Pfennig angesiedelt werden könnte.
Nach der Beratung stimmte der Ausschuss mit 13 Stimmen (CDU, SPD, Grüne, ZSM) für
eine Beschlussempfehlung an den Rat zur Fortführung des Projekts in der Kirchendelle,
zehn stimmten dagegen (FDP, MUT, AfD). Der Rat der Stadt Mettmann wird am 13.
Oktober 2026 tagen und abschließend über das geplante Vorhaben entscheiden


