Ulrike Kundt-Abend, Centermanagerin der Galerie Königshof, Bürgermeister André Bär, Yvonne Herda, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Karen Brinker, Abteilungsleitung Jugendhilfeplanung und Prävention, und Ingmar Behrens, Generalsekretär des German Council of Shopping Places. Foto: Galerie Königshof
Ulrike Kundt-Abend, Centermanagerin der Galerie Königshof, Bürgermeister André Bär, Yvonne Herda, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Karen Brinker, Abteilungsleitung Jugendhilfeplanung und Prävention, und Ingmar Behrens, Generalsekretär des German Council of Shopping Places. Foto: Galerie Königshof

Mettmann. Schütteltraumata zählen zu den häufigsten Formen schwerer Misshandlung im Säuglings- und Neugeborenenalter. Bereits kurzes, heftiges Schütteln kann für ein Baby bleibende schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, lebensbedrohlich und im schlimmsten Fall tödlich sein.


Um zur Aufklärung und Prävention beizutragen, hat die Galerie Königshof die Kosten für die Anschaffung einer Schüttelpuppe und zugleich die Patenschaft dafür übernommen. Die Simulationspuppe ist von Ingmar Behrens, Generalsekretär des German Council of Shopping Places, und Ulrike Kundt-Abend, Centermanagerin der Galerie Königshof an Bürgermeister André Bär, Karen Brinker, Abteilungsleitung
Jugendhilfeplanung und Prävention, und Yvonne Herda, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, übergeben worden. Zum Einsatz soll die Simulationspuppe künftig im Bereich der Frühen Hilfen der Stadt kommen, beispielsweise bei Informationsveranstaltungen für werdende Eltern und für junge Familien im Rahmen des Babybegrüßungsdienstes der Stadt sowie bei Netzwerktreffen für Fachkräfte des Netzwerks Frühe Hilfen.

Die Schüttelpuppe in der Größe eines drei bis sechs Monate alten Babys macht anschaulich sichtbar, welche Folgen heftiges Schütteln für das Gehirn eines Säuglings haben kann. Mithilfe eines transparenten Kopfes werden die dabei entstehenden Verletzungen und Hirnblutungen eindrucksvoll simuliert. Ziel des Projekts ist es, Eltern und Bezugspersonen für die Gefahren des Schüttelns zu sensibilisieren und sie in
Überforderungssituationen frühzeitig über Hilfsangebote zu informieren.

Das Schüttelpuppenprojekt ist eine Kooperation der Klinik für Geburtsmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit dem German Council of Shopping Places (GCSP). Deutschlandweit beteiligen sich zahlreiche Shopping-Center an der bundesweit einzigartigen Initiative und unterstützen die Präventionsarbeit durch die Finanzierung und Patenschaft von Simulationspuppen. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren 119 Schüttelpuppe übergeben.

Informationen zu Beratungsangeboten für Eltern mit Babys können unter fruehehilfen@mettmann.de bei den Fachkräften der Frühen Hilfen angefragt werden. Hilfe bekommen Eltern auch beim kostenlosen Elterntelefon unter der Nummer 0 80 01 11 05 50.