Wuppertal. Zum sechsten Mal feiert ›Faust‹ am Samstag, 26. September, seine Wiederaufnahme und gilt mittlerweile als Dauerbrenner im Repertoire des Schauspiel Wuppertal. In einem Rausch aus Farben und Emotionen untersucht Nicolas Charaux, was die faustischen Versuchungen in unserer krisengeschüttelten Gegenwart sein könnten.
Fast sechs Jahrzehnte schrieb Goethe an seinem ›Faust‹, um nicht weniger als die ganze Welt zu beschreiben: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Geschichte, Natur, Wissenschaft, Dichtkunst und die tiefsten Motivationen des einzelnen Menschen.
Im Zentrum steht der Gelehrte Faust, der trotz umfassenden Wissens verzweifelt und einen Pakt mit Mephisto schließt: Vollkommene Erkenntnis im Tausch gegen seine Seele. Aber erst sobald ein Augenblick so vollkommen ist, dass Faust darin verweilen möchte. Getrieben von einem Streben, das nie zur Ruhe kommt, und zerrissen zwischen den „zwei Seelen“ in seiner Brust, durchlebt Faust Liebe, Schuld, Macht und Erkenntnis. Was den Menschen am Ende rettet, lässt Goethe offen. So bleibt der Stoff bis heute ein Schlüsseltext über das Menschsein.
Weitere Termine, Informationen und Tickets unter schauspiel-wuppertal.de/faust.


