Ein Flugzeug bei Sonnenuntergang. Foto: pixabay
Ein Flugzeug bei Sonnenuntergang. Foto: pixabay

Ratingen. Der Flughafen Düsseldorf hat seinen Antrag auf Änderung der Betriebsgenehmigung nach zehn Jahren leicht verändert neu gestellt. Nach massivem Protest der Bürgerinnen und Bürger, der Anliegerstädte und der Träger öffentlicher Belange hatte der Flughäfen seinen Antrag damals ruhen lassen. Jetzt ein erneuter Versuch. Was ist jetzt anders?


Der Flughafen beantragt nicht mehr, die maximale Anzahl der Flugbewegungen von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten des Jahres aufzuheben; diese Begrenzung soll nach wie vor gelten.

„Das ist kein Zugeständnis, sondern ohnehin illusorisch zu erreichen. Momentan wickelt der Flughafen noch nicht einmal 90.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten des Jahres ab“, erläutert Andrea Kornak, grünes Mitglied in der Fluglärmkommission des Flughafens.

Der Kernpunkt des Antrags, nämlich den Stundeneckwert der Flugbewegungen von 47 auf 60 zu erhöhen, besteht nach wie vor. Das funktioniert nur mit einer 20 Prozent höheren Nutzung der Nordbahn und dadurch werden neue Bevölkerungsgruppen belastet. So ist es in der Umweltverträglichkeitsstudie zu lesen, die Teil der Antragsunterlagen des Flughafens ist.

„Das bedeutet bei Starts jede Minute ein hochfrequentes Einzelschallereignis ohne jegliche Ruhepause, und das natürlich in den Tagesrandzeiten“, führt Edeltraud Bell, Mitglied der Ratinger Flughafenkommission, aus. „Denn diese sind für den Flugbetrieb besonders wichtig, um drei Umläufe zu schaffen. Also ab 6 Uhr, wenn die einen noch schlafen könnten, und ab 22 Uhr bis nach Mitternacht, wenn die anderen schon schlafen müssten, um ausgeruht am nächsten Morgen aufzuwachen.“