Mettmann. Die Flüchtlingsberatung des Caritasverbandes für den Kreis Mettmann ist nicht eingestellt worden. Zwar wurden die für 2026 zugesagten Finanzmittel im Juli um 50 Prozent gekürzt. Dennoch setzt der Caritasverband die Unterstützung geflüchteter Menschen mit eigenen und weiteren Drittmitteln in reduziertem Umfang bis zum Jahresende fort.
Damit reagiert der Verband auch auf anderslautende Darstellungen, nach denen die Caritas ihre Beratungsarbeit für Geflüchtete in Mettmann beendet habe. „Das ist nicht richtig“, stellt der Caritasverband klar. Die Beratung und Begleitung geflüchteter Menschen bleibe ein wichtiges Anliegen.
Aufgrund von Urlaubszeiten pausiert das Beratungsangebot noch bis Ende September. Ab Donnerstag, 1. Oktober, gibt es wieder donnerstagvormittags eine eingeschränkte Beratung im Caritas-Beratungszentrum an der Lutterbecker Straße 30.
Auch das Café International bleibt bestehen – allerdings an einem neuen Ort und mit verändertem Schwerpunkt. Ab Oktober findet es freitags in den Räumen der Caritas-Wohnungsnotfallhilfe, Lutterbecker Straße 31, statt. Das von ehrenamtlich Engagierten getragene Café versteht sich als Begegnungsangebot für alle Geflüchteten in Mettmann. Eine Beratung wird dort künftig nicht angeboten.
„Wir wollen trotz der schwierigen finanziellen Situation ein verlässliches Angebot für geflüchtete Menschen erhalten“, betont Martin Sahler Abteilungsleiter beim Caritasverband. Die Veränderungen sind mit dem Sozialamt der Stadt Mettmann abgestimmt und kommuniziert worden.
Der Caritasverband signalisiert zugleich deutlich seine Bereitschaft, die Integration zugewiesener Geflüchteter in Mettmann auch künftig intensiv zu unterstützen – vorausgesetzt, dafür stehen die notwendigen Rahmenbedingungen und finanziellen Mittel zur Verfügung.


