Nutzen die traditionelle Übergabe der Erntekrone der Kreisbauernschaft Mettmann zum direkten Austausch mit Landwirtschaft, Politik und Verwaltung (v.l.n.r.): Karl-Otto Dickhoven, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Solingen, Pfarrerin Raphaela Demski-Galla, Melanie Müller, Geschäftsführerin der Kreisstelle Mettmann, Daniel Flemm, Oberbürgermeister der Stadt Solingen, Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, Gastgeber Eheleute Heike und Jörg Kraner. Foto: Marcel Terhardt
Nutzen die traditionelle Übergabe der Erntekrone der Kreisbauernschaft Mettmann zum direkten Austausch mit Landwirtschaft, Politik und Verwaltung (v.l.n.r.): Karl-Otto Dickhoven, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Solingen, Pfarrerin Raphaela Demski-Galla, Melanie Müller, Geschäftsführerin der Kreisstelle Mettmann, Daniel Flemm, Oberbürgermeister der Stadt Solingen, Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, Gastgeber Eheleute Heike und Jörg Kraner. Foto: Marcel Terhardt

Solingen/Kreis Mettmann. Die Kreisbauernschaft Mettmann hat in der vergangenen Woche zum traditionellen Erntedankempfang auf den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Kraner in Solingen eingeladen.


Rund 50 Landwirtinnen und Landwirte sowie Gäste aus Politik und Verwaltung kamen zusammen, um gemeinsam für die eingebrachte Ernte mit einer Andacht zu danken und über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Höhepunkt des Empfangs war die Übergabe der Erntekrone an den Solinger Oberbürgermeister Daniel Flemm.

Die Erntekrone der Kreisbauernschaft Mettmann steht seit vielen Jahren sinnbildlich für die Verbundenheit der Landwirte und Ihrer Familien mit den Bürgern der kreisfreien Städte Solingen, Wuppertal, Remscheid und Düsseldorf sowie des Kreises Mettmann. Zugleich erinnert sie daran, dass die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel trotz moderner Technik weiterhin von natürlichen Grundlagen, günstiger Witterung und dem täglichen Einsatz der bäuerlichen Familien abhängt. Ihre Übergabe ist deshalb nicht nur ein festlicher Brauch, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte.

Der festliche Rahmen konnte über die angespannte Lage vieler Betriebe nicht hinwegtäuschen. Nach einem zunächst hoffnungsvollen Start sorgten ausbleibender Regen, hohe Temperaturen und austrocknende Böden für erhebliche Belastungen. Während die Ergebnisse beim Getreide regional unterschiedlich ausfielen, waren insbesondere Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Gemüse und Grünland von der Trockenheit betroffen. Hinzu kommen hohe Kosten, niedrige Erzeugerpreise und politische Unsicherheiten, die viele Höfe vor große wirtschaftliche Herausforderungen stellen.

Der Empfang bot zugleich Gelegenheit, die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft sichtbar zu machen. „Die Betriebe sichern die Versorgung mit Lebensmitteln, pflegen die Kulturlandschaft und prägen das Leben in der Region“, betonte Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann. Er warb deshalb für verlässliche Rahmenbedingungen, praxisnahe Entscheidungen und einen frühzeitigen Austausch zwischen Landwirtschaft, Politik und Verwaltung.

Ein besonderer Dank galt der Gastgeberfamilie Kraner sowie allen, die den Erntedankempfang vorbereitet und begleitet hatten. Zum Abschluss blieb eine Botschaft, die über den Erntedankempfang hinausweist: Erntedank bedeutet nicht nur Rückschau sondern auch den gemeinsamen Blick auf die Zukunft der regionalen Landwirtschaft.