Hier war die Welt noch in Ordnung: Die bepflanzten Kästen stehen in dem Beet vor dem Büro der Hospizgruppe. Foto: privat
Hier war die Welt noch in Ordnung: Die bepflanzten Kästen stehen in dem Beet vor dem Büro der Hospizgruppe. Foto: privat

Wülfrath. Die Engagierten der Hospizgruppe hatten vor ihren Räumlichkeiten an der Goethestraße ein Straßenbeet mit Pflanzkästen verschönert. Bereits nach kurzer Zeit waren die Blumen weg. 


„Als ambulanter Hospizdienst begleiten wir Menschen und ihre Angehörigen in den schwersten Stunden ihres Lebens. Um den Besuchern unseres Büros den Schritt über unsere Schwelle zu erleichtern und ihnen ein herzliches, einladendes Gefühl zu geben, haben wir das kleine Beet vor unserer Tür verschönert“, so die Hospizgruppen-Koordinatorin Nadja Weber. Durch eine Sachspende sei ermöglicht worden, drei Terrakotta-Blumenkästen mit Alpenveilchen und Erika zu bepflanzen und diese aufzustellen.

Die Freude schlug allerdings schnell in Ärger um: „Nach einer Nacht und einem halben Vormittag wurde alles gestohlen“, so Weber. Man habe großer Bestürzung feststellen müssen, dass die „Bereitschaft zur Rücksichtnahme in unserer Gesellschaft mancherorts völlig zu schwinden scheint“.

Es stehe dabei nicht der materielle Wert im Mittelpunkt, sondern die „die Botschaft, die eine solche Tat aussendet“, ärgert sich Nadja Weber. „Das selbst vor den Türen einer Einrichtung, die für Mitgefühl, Würde und ehrenamtliches Engagement steht, kein Halt mehr gemacht wird, macht uns traurig und fassungslos. Wir hoffen, dass dieser Vorfall den Tätern zumindest im Nachhinein zu denken gibt und das Bewusstsein für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt wieder schärft.“