Die Einsatzkräfte schützten sich mit Atemschutzgeräten vor gefährlichen Gasen. Foto: FW Essen
Die Einsatzkräfte schützten sich mit Atemschutzgeräten vor gefährlichen Gasen. Foto: FW Essen

Essen. AmSonntagnachmittag, 4. Oktober, ist die Feuerwehr Essen zu einer an den Radweg an der Holsterhauser Straße ausgerückt. Passanten hatten dort einen offenen, rund zehn Meter tiefen Schacht entdeckt. Dieser führte zu einem ehemaligen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.


„Beim Eintreffen der Besatzung des alarmierten Kleineinsatzfahrzeugs lag ein rund 800 Kilogramm schwerer Betonblock neben dem offenen Schacht. Dieser hatte zuvor den zum Verschließen des Zugangs vorgesehenen Metalldeckel abgedeckt“, meldet die Feuerwehr Essen.  „Passanten berichteten den Einsatzkräften, dass die Anlage in der Vergangenheit wiederholt unbefugt betreten worden war. Videoaufnahmen bestätigten Hinweise auf frühere Aufenthalte von Personen im Bunker“.

Weil die Feuerwehr nicht sicher ausschließen konnte, dass sich Personen in der Anlage befanden, wurden weitere Einsatzkräfte nachgefordert.

Durch die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Essen wurden drei Einsatzkräfte unter Atemschutz und mit Seilen gesichert in den Schacht abgelassen. Zur Erkundung der weitläufigen Bunkeranlage kam ein spezielles Leinensuchsystem zum Einsatz. Die Suche gestaltete sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten und teilweise kniehoch stehenden Wassers aufwendig. Zudem wurden bei Messungen erhöhte Kohlendioxidwerte festgestellt. Personen wurden in der Bunkeranlage nicht angetroffen.

Nach Abschluss der Suche wurde der Zugang mithilfe des Krans eines Rüstwagens wieder verschlossen. Die Feuerwehr Essen war mit rund 25 Einsatzkräften etwa drei Stunden im Einsatz.