Solarstrom kann mit entsprechendem Equipment auch auf dem Balkon erzeugt werden. Foto: pixabay
Solarstrom kann mit entsprechendem Equipment auch auf dem Balkon erzeugt werden. Foto: pixabay

Kreis Mettmann. 1.300 Beratungen, die zum Bau von 450 Anlagen geführt haben – das ist die Bilanz der Arbeit der Bürger-Solar-Beratungsgruppen aus dem Kreis Mettmann seit Ende 2022. Beim sechsten Netzwerktreffen im Kreishaus tauschten sich die ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater jetzt über ihre Erfahrungen aus und sprachen über Strategien, die Solarenergie in der Region weiter zu stärken.


Neben dem gegenseitigen Update stand bei dem Treffen ein spannender Fachimpuls auf der Agenda: Ein Berater aus Ratingen stellte das Thema „Home Energy Management Systems“ (HEMS) vor und erläuterte, wie intelligente Steuerungssysteme den Eigenverbrauch von Solarstrom optimieren und damit die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen weiter verbessern können. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Diskussion über die Auswirkungen der bevorstehenden Gesetzesänderungen im Energiebereich.

Die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler waren sich einig, dass sich die Bedingungen für private Photovoltaik-Anlagen verschlechtern werden. „Wer noch von den aktuellen, günstigeren Rahmenbedingungen profitieren möchte, muss nun schnell sein – denn um in den Genuss der aktuellen Förder- und Einspeisebedingungen zu kommen, muss eine Anlage bis Ende des Jahres 2026 betriebsbereit sein“, erklärt Gerd Schlüter, Klimaschutzmanager des Kreises Mettmann.

Bei zukünftigen Beratungsgesprächen werden die geänderten Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zur Vorbereitung für die notwendigen Anpassungen in den Beratungen haben die Teilnehmenden intensiv diskutiert, wie sich PV-Anlagen unter den neuen Voraussetzungen am wirtschaftlichsten darstellen lassen. Um dies konkret zu beleuchten, riefen sie eine neue Arbeitsgruppe ins Leben.

Diese wird in den nächsten Wochen mit ihren Berechnungstools unterschiedliche reale Anwendungsfälle simulieren und ihre Erkenntnisse anschließend an alle weiteren Beraterinnen und Berater weitergeben. „Dieser praxisnahe Ansatz soll sicherstellen, dass die Ehrenamtler auch künftig fundierte, aktuelle und wirtschaftlich sinnvolle Empfehlungen aussprechen können“, erklärt Gerd Schlüter.

Weitere Informationen und die Kontaktadressen der Beratungen vor Ort gibt es unter www.kreis-mettmann.de/BuergerSolarBeratung.