Wuppertal. Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst seine kühle, klare Stimmung entfaltet, führt das Sinfonieorchester Wuppertal musikalisch in den Norden. Beim zweiten Sinfoniekonzert treffen mit Edvard Grieg, Carl Nielsen und Jean Sibelius drei skandinavische Nationalkomponisten aufeinander. Ihre Musik erzählt von Landschaften, Natur und den besonderen Klangwelten ihrer Heimatländer. Als Solistin ist die international renommierte Geigerin Baiba Skride zu erleben, am Pult steht Cornelius Meister, der erstmals beim Sinfonieorchester Wuppertal zu Gast ist.
Die Konzerte finden am Sonntag, 18. Oktober, ab 11 Uhr und am Montag, 19. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt. Baiba Skride übernimmt den Solopart in Carl Nielsens Violinkonzert, das erstmals beim Sinfonieorchester Wuppertal erklingt. Die lettische Geigerin ist international für ihre ausdrucksstarken Interpretationen und ihre besondere musikalische Unmittelbarkeit bekannt. Nielsens Konzert fordert sie dabei nicht nur mit virtuosen Passagen: Zwischen Energie, überraschenden Wendungen und lyrischen Momenten zeigt sich ein Komponist, der sich musikalisch nur schwer in feste Kategorien einordnen lässt.
Am Pult steht Cornelius Meister, der mit seiner großen Erfahrung im Konzert- und Opernrepertoire ganz unterschiedliche musikalische Welten miteinander verbindet. Der in Hannover geborene Dirigent hat internationale Stationen in Heidelberg, Wien, Stuttgart und Tokio geprägt und ist heute regelmäßig mit bedeutenden Orchestern und Opernhäusern in Europa, Asien und den USA zu Gast. Sein Repertoire reicht von der klassischen Sinfonik bis zur zeitgenössischen Musik. In Wuppertal gibt er mit diesem Programm sein Debüt.
Grieg, Nielsen und Sibelius verbindet ihre Herkunft aus dem Norden Europas – musikalisch gehen sie jedoch sehr unterschiedliche Wege. Griegs ›Peer Gynt‹-Suite Nr. 2 eröffnet das Konzert mit Musik, in der norwegische Volksmusik und Griegs ausgeprägtes Gespür für Melodie unmittelbar hörbar werden.
Nielsen zeigt in seinem Violinkonzert eine ganz eigene Mischung aus Virtuosität, Witz und lyrischem Ausdruck. Und Sibelius führt in seiner 5. Sinfonie zu einer Musik, die immer stärker aus großen Bögen und konzentrierter Klangentwicklung entsteht. Das berühmte Finale mit dem Schwanenthema gehört zu den eindrucksvollsten Momenten seines sinfonischen Schaffens.
So entsteht ein Konzert, das perfekt in die Jahreszeit passt: nordische Klangfarben, herbstliche
Melancholie und die große Weite skandinavischer Landschaften verbinden sich mit drei sehr
unterschiedlichen musikalischen Handschriften. Mit Cornelius Meister gibt dabei ein Dirigent sein Debüt beim Sinfonieorchester Wuppertal, der gemeinsam mit Baiba Skride die musikalische Reise in den Norden gestaltet.
Tickets gibt es unter anderem unter 0202 563 7666 oder an tickets@wuppertaler-buehnen.de.


