Die Klasse 1a der katholischen Grundschule Neanderstraße in Mettmann mit Schulleiter Benjamin Lonnemann und den Vorständen der Sparkassen sowie Vertretern der Kreisverkehrswacht und der Dekra sowie Schirmherrin und Landrätin Bettina Warnecke. Foto: Kreis ME
Die Klasse 1a der katholischen Grundschule Neanderstraße in Mettmann mit Schulleiter Benjamin Lonnemann und den Vorständen der Sparkassen sowie Vertretern der Kreisverkehrswacht und der Dekra sowie Schirmherrin und Landrätin Bettina Warnecke. Foto: Kreis ME

Kreis Mettmann. Wenn Kinder morgens im Dunkeln unterwegs sind, kommt es darauf an, dass sie möglichst früh von anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern erkannt werden. Mit ihrem Projekt „Sichtbarkeit in der Dunkelheit“ setzt die Deutsche Verkehrswacht Kreisverkehrswacht Mettmann genau hier an.


Die 2023 ins Leben gerufene Aktion wird 2026 bereits zum vierten Mal durchgeführt. Möglich wird dies durch die erneute Unterstützung der Kreissparkasse Düsseldorf sowie der Sparkassen Düsseldorf, Langenfeld, Haan und Hilden-Ratingen-Velbert. Die DEKRA Düsseldorf beteiligt sich erneut mit reflektierenden Kappen.

„Kinder brauchen im Straßenverkehr besonderen Schutz. Mit dem LED Blinki können wir auf einfache Weise dazu beitragen, dass sie im Dunkeln besser wahrgenommen werden“, sagt Landrätin Dr. Bettina Warnecke, Schirmherrin der Kreisverkehrswacht Mettmann.

Im Kreis Mettmann wurden in diesem Jahr 4.954 Kinder eingeschult. Anfang November erhalten sie jeweils einen LED Blinki 2.0 und eine reflektierende Kappe der DEKRA Düsseldorf.

Der Blinki leuchtet eigenständig und ist dadurch auch dann erkennbar, wenn noch kein Fahrzeugscheinwerfer auf das Kind gerichtet ist. Mit seiner kompakten Bauform kann er unkompliziert an Jacke, Rucksack oder Tasche befestigt werden und wird von den Kindern gerne genutzt.

Bewährtes Konzept, gezielt weiterentwickelt

Die wesentlichen Änderungen, mit denen der Blinki im vergangenen Jahr zum „LED Blinki 2.0“ weiterentwickelt wurde, bleiben auch in diesem Jahr erhalten. Dazu gehören insbesondere die graue Gestaltung und die Befestigung mit einem Karabiner.

Für die aktuelle Auflage wurde der Karabiner nochmals verstärkt. Auch die Batterie wurde optimiert: Sie verfügt über eine etwas längere Laufzeit, sodass ein Austausch seltener erforderlich ist.

Für den Batteriewechsel hat die Kreisverkehrswacht zusätzlich ein eigenes Anleitungsvideo erstellt und auf YouTube veröffentlicht. Damit lässt sich der Austausch unkompliziert selbst durchführen.

Eine Umstellung auf wiederaufladbare Akkus wurde geprüft, hätte jedoch eine deutlich größere und schwerere Bauweise des Blinkis erfordert. Um die handliche Form beizubehalten, fiel die Entscheidung deshalb zugunsten der optimierten Batterie aus.

„Wir haben die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr genutzt und dort nachgebessert, wo es sinnvoll war. Der verstärkte Karabiner und die längere Batterielaufzeit machen den Blinki noch alltagstauglicher“, erklärt der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Mettmann, Sascha Becker.

Der LED Blinki wird inzwischen nicht mehr ausschließlich im Kreis Mettmann eingesetzt. Bereits im vergangenen Jahr hatten weitere Städte größere Stückzahlen erworben und den Leuchtbegleiter dort an Kinder verteilt.

2026 kommt mit der Landeshauptstadt Düsseldorf ein neuer Partner hinzu. Als große Nachbarstadt des Kreises Mettmann beteiligt sich Düsseldorf erstmals an der Aktion und setzt den LED Blinki ebenfalls für die Verkehrssicherheitsarbeit mit Kindern ein.

Damit findet die 2023 im Kreis Mettmann gestartete Idee zunehmend auch außerhalb des Kreisgebietes Anwendung.

Sonderaktionen für Bürgerinnen und Bürger

Seit 2024 ergänzen gemeinsame Sonderaktionen der Kreisverkehrswacht Mettmann und der Kreispolizeibehörde das Projekt. Auch in diesem Jahr informieren beide Partner an Ständen vor den Sparkassen über die Bedeutung guter Sichtbarkeit im Straßenverkehr.

Neben Informationsmaterialien des Verkehrsministeriums können Bürgerinnen und Bürger dort bei Bedarf auch kostenlos einen LED Blinki erhalten.

Die Aktionen richten sich ausdrücklich nicht nur an Kinder. Auch Erwachsene sind als Fußgängerinnen und Fußgänger oder Radfahrende bei Dunkelheit häufig schwer zu erkennen. Mit den Informationsständen soll deshalb für einen sicheren Auftritt im Straßenverkehr sensibilisiert werden.