Ein Handball liegt auf einem Tornetz. Foto: pixabay/symbolbild
Ein Handball liegt auf einem Tornetz. Foto: pixabay/symbolbild

Wülfrath. Nach der kräftezehrenden Heimspielserie führt die Reise der Wülfrather Handballerinnen am kommenden Sonntag, 11. Oktober, nach Hessen. Ab 16 Uhr tritt der TB Wülfrath bei der Reserve der HSG Bensheim/Auerbach an.


In der Tabelle trennt beide Teams derzeit nur ein Hauch: Die Hessinnen rangieren aufgrund des etwas schlechteren Torverhältnisses direkt einen Platz hinter dem TBW. Wie schon in der Vorwoche steht somit eine Partie mit großer tabellarischer Brisanz an, da beide Mannschaften alles daransetzen werden, zwei Punkte einzufahren und sich nicht im unteren Tabellenbereich festzusetzen.

Die Bundesliga-Reserve der HSG wartet zwar noch auf ihren ersten doppelten Punktgewinn der Saison, erwies sich bislang aber als extrem zäher Gegner. Sowohl in Königsdorf als auch beim TV Aldekerk erkämpfte sich das Team jeweils ein Unentschieden – in Aldekerk kassierte die HSG den bitteren Ausgleich erst fünf Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter. Bensheim verfolgt ein bewährtes Nachwuchskonzept: Junge, technisch hervorragend ausgebildete Spielerinnen sollen über zwei Jahre an das Niveau herangeführt werden, um den Sprung in die erste Mannschaft zu schaffen. Auf der Platte zeichnet sich die Truppe durch ein hohes Umschalttempo, schnelles Passspiel im gebundenen Angriff und große individuelle Zweikampfstärke aus.

Beim TB Wülfrath galt es zu Beginn der Trainingswoche vor allem, die enttäuschende Heimvorstellung gegen Königsdorf aufzuarbeiten und den Blick wieder nach vorne zu richten. „Wir mussten uns zu Beginn der Trainingswoche erstmal kräftig schütteln, um diese fast durchweg schlechte Leistung gegen Königsdorf zu verarbeiten“, gewährt Co-Trainer Jörg Büngeler einen Einblick in die Aufarbeitung. „Das Niveau mit so vielen technischen Fehlern und erfolglosen Abschlüssen entspricht nicht unserem Leistungsvermögen. Aber Leistungsvermögen heißt halt nicht, dass wir es automatisch zeigen.“

Dass die Mannschaft zu deutlich Höherem fähig ist, hat sie in den starken Auftritten zum Saisonauftakt in Leihgestern sowie gegen den Topfavoriten Recklinghausen eindrucksvoll bewiesen. Genau mit diesem Selbstbewusstsein will der TBW am Sonntag die Auswärtsaufgabe angehen. „Wir haben mindestens gegen Leihgestern und Recklinghausen gezeigt, dass wir es können. Mit diesem Bewusstsein und der Bereitschaft alles zu geben, werden wir in dieses Spiel gehen und versuchen die