Ratingen. Nach dem Besuch der internationalen Immobilienmesse Expo Real in München zieht Bürgermeister Patrick Anders ein positives Fazit.
„Wir konnten zahlreiche interessante und zielführende Gespräche mit Unternehmen und Akteuren der Immobilienwirtschaft führen und wertvolle Inspirationen für Zukunftsprojekte in den Bereichen Stadt- und Gewerbeflächenentwicklung, Wohnquartiere und Wohnungsbau, öffentliche Infrastruktur und Mobilität mitnehmen.“ Ganz konkret konnte ein ansiedelungswilliges Unternehmen auf der Suche nach einer Hallenkapazität mit einem Bestandshalter zusammengebracht werden.
Die Ratinger Delegation präsentierte sich wieder an einem gemeinsamen Stand mit der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Expo Real verzeichnete mit 1.777 Ausstellern aus 37 Ländern und mehr als 42.000 Teilnehmern aus 74 Ländern einen leichten Teilnahmezuwachs gegenüber dem Vorjahr. Ein neuer Ausstellungsschwerpunkt lag in diesem Jahr bei der Verzahnung von Immobilienprojekten mit dem Ausbau von Infrastruktur. Auch Rechenzentren und der Einsatz von KI bei der Stadtplanung standen im Fokus der Messe.
„Für das kommunale Handeln bietet die Expo Real gute Möglichkeiten, sich über nachhaltige Quartiere zu informieren und mit Fachleuten der Immobilienbranche ins Gespräch zu kommen, um Zukunftsquartiere ganzheitlich zu betrachten“, sagt die Technische Beigeordnete Petra Cremer. „Denn Fragen der Energie- und Wärmeversorgung, der digitalen, ökologischen und sozialen Infrastruktur spielen auch in Ratingen bei der Quartiersentwicklung eine immer größere Rolle.“
Insgesamt waren sich die Fachleute einig, dass der zuletzt schwierige Immobilienmarkt erste Anzeichen einer Belebung zeige. Investoren prüfen wieder mehr Vorhaben, doch nach wie vor erschweren hohe Baukosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und regulatorische Hürden die Umsetzung vieler Projekte. Daher stand auch die Frage im Mittelpunkt des Interesses, wie trotzdem mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland entstehen kann. Ein Ansatz, den auch Ratingen zunehmend verfolgt, ist dabei serielles und modulares Bauen. „Wir haben zuletzt mehrere Kita- und Schulprojekte auf diese Weise umgesetzt oder begonnen“, sagt Bürgermeister Anders. „Ich freue mich, dass wir uns in München mit mehreren System- und Modulbauunternehmen austauschen konnten.“
Martin Gentzsch, Dezernent für Wirtschafts- und Wohnungsbauförderung, ergänzt: „Wir konnten aus unseren Gesprächen einige interessante Ansätze für eine städtische Strategie für den Wohnungsbau in Ratingen unter diesen herausfordernden Marktbedingungen mitnehmen. Wir werden dem Rat der Stadt noch in diesem Jahr einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten.“


