Wuppertal. Die Bezirksvertretung Elberfeld trägt geplante Baumfällungen, die für den weiteren Fernwärmeausbau am Hofkamp notwendig sind, mit. Das ist das Fazit aus der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld. Damit haben WSW und Stadtverwaltung eine wichtige Voraussetzung für das Fortschreiten des Fernwärmeausbau in Wuppertal geschaffen. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) setzen damit ein zentrales Zukunftsprojekt für die Wärmewende um. Der Ausbau der Fernwärme ist für eine klimafreundlichere sowie zukunftsfähige Wärmeversorgung in Elberfeld von Bedeutung.
Die anstehenden Arbeiten am Hofkamp sind mit besonderen Herausforderungen hinsichtlich Bauplanung und Verkehrsführung verbunden. Um große Einschränkungen für den Verkehr zu vermeiden und auch wichtige Zufahrten für Polizei und Feuerwehr weiterhin zu ermöglichen, ist eine Ausweitung des Baubereichs notwendig. Diese Ausweitung betrifft den derzeitigen Baumbestand am Hofkamp. Nur durch die geplanten Fällungen können sowohl die Baustelle eingerichtet werden als auch Fahrspuren für den Verkehr erhalten bleiben. Im westlichen Hofkamp soll es dann je eine Fahrspur pro Richtung geben. Im östlichen Hofkamp sieht die Planung die Erhaltung einer Fahrspur vor.
Im Vorfeld haben die WSW und die Stadt Wuppertal verschiedene Trassenführungen und Bauabläufe intensiv geprüft, um Eingriffe in den Baumbestand so gering wie möglich zu halten. Die Prüfung hat ergeben, dass sich die vorgesehenen Fällungen von insgesamt 31 Bäumen nicht weiter reduzieren lassen, ohne die Umsetzbarkeit des Projekts, die Verkehrssicherheit, die Erreichbarkeit der Innenstadt sowie den Zeit- und Fördermittelrahmen zu gefährden.
Das zuständige Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal hat dabei sorgfältig zwischen dem Erhalt der Bäume und den Erfordernissen der Baumaßnahme abgewogen. So vital die betroffenen Bäume aktuell auch wirken: Ihre bisherigen Standorte sind deutlich zu klein, was ihr Wachstum bereits seit Langem beeinträchtigt. Eine Bauausführung um die Bäume herum hätte das Wurzelwerk so schwer geschädigt, dass ihr Absterben in den Folgejahren vorprogrammiert gewesen wäre.
Auf Grundlage dieser fachlich fundierten Gesamtabwägung wurde seitens der WSW am gestrigen Abend die Maßnahme auch in der Bezirksvertretung Elberfeld vorgestellt. Das Vorgehen war für die Vertreter nachvollziehbar und es wurden keine Einwände ausgesprochen.
Die 31 Bäume werden in zwei Schritten gefällt: 13 in der laufenden Fällperiode und weitere 18 in der Fällperiode 2027/2028. Die WSW haben sich zu umfassenden Ersatzpflanzungen verpflichtet. In enger Abstimmung mit der Stadt werden an neu geschaffenen, modernen Baumstandorten klimaresistente Arten gepflanzt, die langfristig wachsen können und die Zukunftsfähigkeit des Stadtgrüns nachhaltig sichern.
Der Start der Bauzeit für die Maßnahme im Hofkamp ist für Juni 2027 vorgesehen.


