Wülfraths Bürgermeister Sebastian Schorn beim Ehrenamtsempfang der Stadt Wülfrath. Fotos: Kling

Wülfrath. Mit einem Dank an die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen in der Stadt hat Bürgermeister Sebastian Schorn den Ehrenamtsempfang der Stadt Wülfrath im Paul-Ludowigs-Haus eröffnet. In seiner Rede würdigte er den Einsatz in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Politik, Kultur, und Sport. 


„Das Ehrenamt ist kein Schmuckstück am Rand unserer Stadtgesellschaft. Es ist ihr Fundament“, sagte Schorn. Ehrenamtliche übernähmen Verantwortung, investierten Zeit und Kraft und unterstützten andere, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Sie organisierten Veranstaltungen, trainierten Kinder und Jugendliche, leisteten Hilfe und hielten Nachbarschaften zusammen.

„Eine Stadt wird nicht allein durch Beschlüsse stark. Nicht allein durch Verwaltung. Nicht allein durch Politik. Eine Stadt wird stark durch Menschen, die füreinander einstehen“, betonte der Bürgermeister. Die Engagierten machten aus einem Wohnort Heimat und sorgten dafür, dass Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren, Kulturveranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten bestehen blieben.

Schorn erinnerte zugleich daran, dass ehrenamtliche Arbeit häufig mit erheblichem Zeitaufwand verbunden sei. Sitzungen nach Feierabend, organisatorische Aufgaben, Anträge und Genehmigungen gehörten ebenso dazu wie praktische Arbeiten im Hintergrund. Sein Dank galt deshalb auch den Familien, Partnern und Freunden der Engagierten, die deren Einsatz mittrügen.

Zugleich grenzte der Bürgermeister das Ehrenamt von staatlichen Aufgaben ab. „Ehrenamt darf niemals als Ersatz für staatliche oder kommunale Verantwortung verstanden werden“, sagte er. Stadt, Land und Staat müssten ihre Aufgaben weiterhin selbst erfüllen. Was ehrenamtlich Engagierte darüber hinaus für Gemeinschaft und Zusammenhalt leisteten, könne jedoch keine Verwaltung ersetzen.

Die Stadt wolle das Engagement unterstützen, kündigte Schorn an. Dazu gehörten erreichbare Ansprechpartner, verständliche und möglichst unbürokratische Verfahren sowie Anerkennung über den jährlichen Empfang hinaus. Im Rahmen der Möglichkeiten solle es auch finanzielle Unterstützung geben, damit gute Ideen nicht an fehlenden Mitteln scheiterten.

„Verwaltung, Politik und Ehrenamt dürfen nicht nebeneinander arbeiten. Sie müssen miteinander arbeiten“, sagte Schorn. Ziel sei eine Stadt, in der Menschen gern lebten und arbeiteten und füreinander da seien.

Zum Abschluss seiner Rede dankte der Bürgermeister den Ehrenamtlichen für ihre Zeit, Geduld, Ideen und ihren Einsatz. Sie seien das beste Aushängeschild der Stadt. „Wülfrath kann sich glücklich schätzen, Menschen wie Sie zu haben“, sagte Schorn.

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